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Alle Einrichtungen sind vorbereitet.

Vor dem Hintergrund der seit Dienstag bekannten Maßnahmen hat Bambergs Landrat Johann Kalb am Freitag kurzfristig die engsten Mitarbeiter des Landratsamtes zusammengerufen, um auszuloten, ob es dringenden neuen Handlungsbedarf gibt.

Im Ergebnis sind der Fachbereich Gesundheitswesen, Krankenhäuser, Schulen, Pflegeheime, Sicherheitsbehörden oder Hilfsorganisationen gut vorbereitet auf die Verlängerung des Lockdowns.

„Die Schulfamilie – Schülern, Lehrern und Familien – steht vor einer besonderen Herausforderung“, so Landrat Kalb. Durch eine ministerielle Regelung vom Donnerstag haben die Schulen Klarheit über den Schulbetrieb bis Ende Januar. Abfragen haben ergeben, dass die Schulen vorbereitet sind auf den weiteren Distanzunterricht. Mit Angeboten für Notbetreuungen werden die Einrichtungen auch der besonders schwierigen Situation von Familien eingehen.

Auf die Fortführung des Lockdowns wird der Fahrplan im öffentlichen Personennahverkehr angepasst. Die Busse verkehren bis Ende Januar nach dem Ferienfahrplan.

Die Pflegeheime der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises bieten bereits seit Dezember Schnelltests für Besucher ihrer Bewohner an. Sie nutzen damit das Angebot des Freistaates, pro Monat bis zu 30 Schnelltest pro Bewohner und bis zu 15 Schnelltests für Beschäftige abrechnen zu können. „Diese engmaschigen Tests sind ein wirksamer Schutz für diese besonders gefährdeten Einrichtungen“, dankt Landrat Johann Kalb dem Geschäftsführer der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft, Udo Kunzmann, dafür, dass die GKG diesen auch allen anderen Einrichtungen dringend empfohlenen Service bietet.

Ab Mittwoch, 13. Januar bietet die Gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg für alle Bürgerinnen und Bürger der Region Bamberg Antigen-Schnelltests im ehemaligen Netto-Markt gegenüber der Juraklinik in Scheßlitz an (werktags von 11 bis 13 Uhr). Diese Tests werden gegen Bezahlung (30 Euro) angeboten.

Abschließend appellierte Landrat Johann Kalb an alle Menschen in der Region Bamberg: „Jeder von uns beeinflusst das Infektionsgeschehen mit seinem Verhalten unmittelbar. Wir sollten nicht nur im Interesse unserer Gesundheit  alles vermeiden, was das Infektionsgeschehen verschlechtert. Auch die Mitarbeiter in der Pflege sind am Rande ihrer Kräfte. Zusätzliche Belastungen müssten vermieden werden“, dankte Kalb den Beschäftigten in Pflegeberufen für ihren unermüdlichen Einsatz.

Nicht zuletzt wirkt sich das Infektionsgeschehen auf den Sieben-Tags-Inzidenzwert aus. Übersteigt dieser einen Wert von 200, dann wird der private Aktionsradius der Bevölkerung auf maximal 15 Kilometer begrenzt. Vor dem Hintergrund, dass der aktuelle Inzidenzwert von den zahlreichen Feiertagen beeinflusst ist (weniger Arztbesuche, weniger Testungen, weniger Laborkapazitäten), dürfe sich niemand in Sicherheit wiegen.