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Wieder Glyphosat in Bier gefunden – aber Menge gesunken

München (dpa) – Das umstrittene Herbizid Glyphosat ist weiterhin in deutschem Bier nachweisbar. Allerdings gehen die gemessenen Rückstände des Unkrautbekämpfungsmittels zurück, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des privaten Münchner Umweltinstituts ergab. Im Vergleich zur vorangegangenen Studie im vergangenen Jahr seien die Werte bei der diesjährigen Untersuchung im Durchschnitt um fast 80 Prozent zurückgegangen, hieß es. Allerdings liege der höchste Wert in einem der 14 untersuchten Biere immer noch rund 50-fach über dem Trinkwasser-Grenzwert. Der Deutsche Brauerbund zweifelte die Untersuchung wie bereits die des Vorjahres an.

Über die EU-Zulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre soll im Herbst entschieden werden. Der Unkrautvernichter wird auch auf deutschen Feldern breit eingesetzt. Die Chemikalie steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Nach einer Studie der europäischen Chemikalienagentur Echa hält die EU-Kommission den Krebsverdacht jedoch für ausgeräumt und die Substanz für sicher.