Weiter Streit um Kutzenberger Klinik

Susann Biedefeld bleibt dabei: die Verlagerung von zwei Abteilungen vom Bezirksklinikum Kutzenberg nach Scheßlitz und Bamberg schwäche nicht nur den Landkreis Lichtenfels, sondern habe für den gesamten oberfränkischen Gesundheitsstandort enorme Auswirkungen. Die Coburger SPD-Landtagsabgeordnete legt sich seit Wochen mit der Bezirksregierung an.

 

Die Entscheidung für die Verlagerung sei zu schnell und unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen worden – der Vorgang stinke gewaltig zum Himmel – schreibt Biedefeld in einer Pressemitteilung. Die Thorax- und Gefäßchirurgie sei ein Kutzenberger Vorzeigeprojekt, das ihn jahrelanger mühevoller Arbeit aufgebaut worden sei. Die Bezirksregierung hatte zuletzt betont, die Gemüter in Kutzenberg hätten sich beruhigt, Arbeitsplatzangebote seien von betroffenen Mitarbeitern angenommen worden. Darauf hatten mehrere CSU Landtags- und Bundestagsabgeordnete positiv reagiert.

 

Hintergrund: Der Bezirk strukturiert seine Kliniken großflächig um und hat dafür ein Gutachten erstellen lassen. In Kutzenberg soll neu gebaut werden, es ist von Investitionen von 100 Millionen Euro die Rede.