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Verkehrsverbund: Bundesförderung für Bus und Bahn unzureichend

Nürnberg (dpa/lby) – Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) hat für den Ausbau des Bus- und Bahnnetzes in der Region deutlich mehr Bundesmittel gefordert. Andernfalls werde man mit den regionalen Bahn-Ausbauprojekten «in große Schwierigkeiten kommen», warnte der VGN-Geschäftsführer Andreas Mäder am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz seines Unternehmens.

Als Beispiel nannte er die geplante Stadt-Umland-Bahn im Raum Erlangen, Pläne für eine Stadtbahn im Süden Nürnbergs sowie die S-Bahn-Strecken nach Hersbruck und Neustadt/Aisch.

Zwar sei man froh, dass sich Bund und Länder darauf geeinigt hätten, den Ausbau von regionalen Bus- und Bahnnetzen im Rahmen des sogenannten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes grundsätzlich weiter zu fördern. Die Höhe der dafür bereit gestellten bundesweiten Mittel lägen allerdings seit 1997 unverändert bei 330 Millionen Euro – und sollen bis zum Jahr 2025 auf diesem Niveau eingefroren bleiben. Angesichts der enorm gestiegenen Baukosten und des aufgelaufenen Investitionsstaus seien eigentlich 500 Millionen Euro notwendig.

Im Jahr 2016 hatten 243,19 Millionen Menschen Busse und Bahnen im VGN-Gebiet benutzt; das waren 4,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Ticketeinnahmen wuchsen im Vorjahr von 322 auf 340 Millionen Euro. Das VGN-Gebiet umfasst weite Teile Frankens sowie die westliche Oberpfalz.