Unfall auf der B 505/A 3 Richtung Nürnberg – Fahrer stand unter Drogen!

Ein 33-jähriger Autofahrer ist an der Einmündung B 505/A 3 Richtung Nürnberg schwer verunglückt. Er kam gestern auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern, schoss über die Fahrbahn hinaus, rauschte eine fünf Meter hohe Böschung hoch und kam vor einem Baum zum Stehen. Schadenshöhe am komplett demolierten Wagen: etwa 10 000 Euro. Als ihm andere Verkehrsteilnehmer helfen wollten, haute er ab. Allerdings konnte ihn ein Bundespolizist aus Holstein am Sportplatz von Etzelskirchen stellen. Der Grund für das Verhalten war schnell klar. Der Unfall-Fahrer war vollgepumpt mit Betäubungsmitteln – er besitzt außerdem seit Jahren keinen Führerschein. Jetzt setzt es eine Anzeige.

 

Hier der ausführliche Bericht der Verkehrspolizei Erlangen:

 

Berichtszeitraum: 18.03.2017, 06.00 Uhr, bis 19.03.2017, 06.00 Uhr.

 

 

Abflug in die Böschung

 

Drogen im Straßenverkehr, Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Ordnungswidrigkeiten nach der Straßenverkehrsordnung. Was zunächst klingt wie eine Aufzählung aus der neuesten Verkehrsstatistik, ist jedoch die äußerst reale Zusammenfassung eines einzigen Unfallgeschehens vom vergangenen Samstagnachmittag. Dabei wurde der unfallverursachende Fahrer leicht verletzt, sein VW Passat völlig zerstört, Bäume, Sträucher und Verkehrszeichen stark beschädigt. Aber der Reihe nach. Kurz nach Samstagmittag wollte ein 33-Jähriger Nürnberger mit seinem Fahrzeug von der Bundesstraße 505 auf die Autobahn 3 in Richtung Nürnberg auffahren. Dabei schätzte er wohl die Geschwindigkeit seines Passat falsch ein, kam auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und schoss über die Fahrbahn hinaus, die angrenzende fünf Meter hohe Böschung hinauf und kam schließlich mit seinem völlig demolierten VW an einem größeren Baum zum Stehen. Nur mit einem leichten Kratzer an der Hand kletterte der alleinige Insasse aus dem Wrack. Andere Verkehrsteilnehmer, die den Pkw oben am Waldrand rauchend stehend sahen, eilten sofort zu Hilfe. Sie merkten jedoch schnell, dass der Fahrer entweder keine Hilfe brauchte oder wollte. Der lief nämlich umgehend durch den Wald davon. Ein Bundespolizist aus Neustadt in Holstein nahm die Verfolgung auf und stellte den Flüchtigen auf dem Sportplatz von Etzelskirchen. Beamte der PI Höchstadt nahmen den sichtlich unter der Wirkung von Betäubungsmitteln stehenden Unfallfahrer förmlich in Gewahrsam und brachten ihn in die Diensträume der zuständigen Verkehrspolizei in Erlangen. Hier wurde er zunächst ärztlich begutachtet und um ein paar Milliliter seines Blutes gebeten, um festzustellen wie hoch die Konzentration der Betäubungsmittel in seinem Körper ist. Dies ist wichtig, um eine Aussage zu seiner Fahr(un-)tüchtigkeit tätigen zu können. Nachdem schließlich kein Haftgrund vorlag und es auch keine medizinische Notwendigkeit gab, wurde der in Burundai geborene Deutsche noch im Laufe des Nachmittags aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Während der Anzeigenaufnahme stellte sich noch heraus, dass der Mann seit Jahren keine Fahrerlaubnis mehr besitzt. Den Passat hat er sich zuvor von einem Bekannten geliehen. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich nach ersten groben Schätzungen auf weit über 10.000 Euro. Die Feuerwehr Höchstadt war zusammen mit dem Abschlepper über Stunden mit der Bergung des Unfallwagens beschäftigt. Zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam es weder auf der Autobahn noch in der Auffahrt.