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Ismaik kritisiert Ernennung von neuem Geschäftsführer

München (dpa) – Investor Hasan Ismaik lehnt den neuen Geschäftsführer beim Krisenverein TSV 1860 München ab. In einer an die Fans gerichteten Mitteilung beklagte sich der Jordanier vor allem über das Verhalten der Verwaltungsratsmitglieder Markus Drees und Robert von Bennigsen. «Sie haben sich einfach der 50+1-Regel bedient und bessere Kandidaten ignoriert, die bestens qualifiziert sind und 1860 zurück zu altem Ruhm hätten führen können», schrieb Ismaik, der nach eigener Darstellung lieber Franz Gerber oder Philipp Huber in dem Posten des Geschäftsführers bei den «Löwen» gesehen hätte.

«Sie haben einen neuen Geschäftsführer ernannt, dessen einzige Expertise die Insolvenz ist!», kritisierte der hochumstrittene Investor am Dienstag weiter. «Es ist mir unbegreiflich, wie Herr von Bennigsen und Herr Dr. Drees glauben können, ihr Kandidat sei eine bessere Wahl als Herr Gerber».

Der TSV 1860 München hatte am Dienstag seinen neuen Geschäftsführer Markus Fauser vorgestellt, um weiter handlungsfähig zu sein. Der Wirtschaftswissenschaftler ist Experte in Sachen Krisen- und Insolvenzberatung. «Das Insolvenzthema steht überhaupt nicht im Fokus», hatte Fauser klargestellt.

Übergangspräsident Robert Reisinger hatte bei der Vorstellung des neuen Geschäftsführers auf Zeit von einer Pattsituation auf der Beiratssitzung am Montag berichtet. «Wir haben nicht die Zeit, mit unserem Mitgesellschafter über Personen zu diskutieren», erläuterte Reisinger den damaligen Entschluss des Präsidiums, Fauser einzusetzen.