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Tausende Zuschauer beim Georgiritt von Traunstein

Traunstein (dpa/lby) – Mit besonderem Stolz haben die Traunsteiner am Ostermontag «ihren» Georgiritt gefeiert. Die Traditionsveranstaltung wurde in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, das auf Basis eines Übereinkommens mit der UN-Kulturorganisation Unesco besteht. Dazu hatten die Stadt und die Veranstalter viele Ehrengäste eingeladen. Ohnedies ist das «Herz des Chiemgaus», wie die knapp 20 000 Einwohner zählende Stadt auch genannt wird, an diesem Tag immer in Feierlaune.

An die 400 festlich geschmückte Pferde, Kutschen mit Blaskapellen und das rund 60 Mann umfassende «Fußvolk» aus Schwerttänzern und Landsknechten zogen bei ausgesprochen kaltem und grauem Wetter durch die oberbayerische Stadt. Tausende Zuschauer säumten die Straßen hinaus zum Ettendorfer Kircherl und zurück zum Stadtplatz, wo zu Beginn und am Ende der Schwertertanz aufgeführt wird. Seine Tradition reicht bis ins Jahr 1530 zurück und symbolisiert den Sieg des Frühlings über den Winter.

Für die Organisation des Georgiritts zeichnet der 1891 gegründete St. Georgsverein verantwortlich. Mit dem Osterritt zu Ehren des Schutzpatrons für Ross und Reiter erbitten die Gläubigen alljährlich den Segen für Tiere, Feldarbeit und heimischen Stall.