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Statikprobleme erschweren Räumung von Weltkriegsmunition

München (dpa/lby) – Bei der Räumung eines Munitionsdepots aus dem Zweiten Weltkrieg im Münchner Stadtteil Freimann stehen die Helfer vor einem neuen Problem. Bei dem betroffenen Gebäude seien Statikprobleme aufgetaucht, teilte die Stadt München am Montag mit. Ein Teil des Hauses stehe in einem ehemaligen Löschwasserbecken, in dem mindestens ein Teil der insgesamt zehn Tonnen Munition lagert. Das Fundament des Hauses müsse deshalb nun mit Stahlträgern gesichert werden.

Die Beseitigung der Kampfmittel laufe weiter. Der Sprengmittelräumdienst habe inzwischen eine sechs bis sieben Meter tiefe und ebenso lange Grube gegraben, sagte ein Feuerwehrsprecher auf Anfrage.

Die in der vergangenen Woche entdeckten gefährlichen Phosphorgranaten würden in Holzkisten gepackt und sofort mit Sand bedeckt. Denn Phosphor kann sich an der Luft selbst entzünden.

Nach dem Phosphor-Fund war die Sperrzone von 50 Metern Radius auf 100 Meter ausgeweitet worden. Rund 200 Anwohner kamen in Hotels und bei Freunden unter. Sie müssen dort voraussichtlich noch eine Woche ausharren. Nur in engen Zeitfenstern dürfen sie in ihre Wohnungen, um das Nötigste zu holen. Die Zugänge zu dem Gebiet sind mit Bauzäunen gesichert und werden durch einen Sicherheitsdienst bewacht.