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Staatsanwaltschaft nimmt Anklage gegen Einbrecherclan zurück

München (dpa/lby) – Nach einem rechtlichen Hinweis des Landgerichts München I hat die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen einen internationalen Einbrecherclan vorerst zurückgenommen. Demnach sieht das Gericht keine primäre Zuständigkeit der Münchner Justiz, wie die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in München mitteilte. Denn nur einer der vielen Einbrüche fand in München statt. Derzeit werde geprüft, ob eine Anklageerhebung bei einem anderen Gericht in Bayern möglich sei, sagte eine Sprecherin.

Angeklagt sind zwei Frauen und drei Männer wegen schweren Bandendiebstahls. Sie sollen zur Führungsebene des Clans gehören, der nach Hochrechnungen der Polizei zwischen Sommer 2016 und Frühjahr 2017 für jeden fünften Einbruch in Deutschland verantwortlich sein könnte.

Der Clan schickte den Ermittlungen zufolge junge Frauen als Täterinnen los. In der bayerischen Hauptstadt wurden vier von ihnen gefasst und bereits verurteilt. Weitere Mitglieder der Bande sollen auch in Gelsenkirchen, Münster, Villingen-Schwenningen und Hannover ermittelt worden sein. Insgesamt schätzten Ermittler, dass etwa 500 Menschen dem weit verzweigten Clans angehören.