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Schulz gibt sich im Wahlkampfendspurt weiter kämpferisch

Nürnberg (dpa/lby) – Angesichts konstant schwacher Umfragewerte für die SPD gibt sich Kanzlerkandidat Martin Schulz weiter angriffslustig. «Ich kämpfe nicht für Meinungsumfragen oder Meinungsforscher, ich kämpfe für meine Überzeugungen und dafür, dass es in Deutschland gerechter zugeht», sagte Schulz am Freitag bei einem Auftritt in Nürnberg vor rund 2000 Zuhörern. Ähnlich hatte er sich in vergangenen Tagen bereits geäußert. Zum wiederholten Mal betonte er, seine Partei werde «bis Sonntagabend 18.00 Uhr» kämpfen.

Zudem attackierte Schulz wieder die AfD, die laut Umfragen kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag im Aufwind ist. «Diese Organisation der Hetzer ist doch keine Alternative für Deutschland, sie ist eine Schande für die Bundesrepublik», betonte Schulz.

Nach einer am Freitag veröffentlichten Forsa-Befragung im Auftrag des Magazins «Stern» und des TV-Senders RTL kommt die SPD auf 22 Prozent. Damit büßt sie im Vergleich zur Vorwoche einen Zähler ein. Die Union liegt laut Forsa unverändert bei 36 Prozent. Die AfD verbessert sich demnach um 2 Prozentpunkte auf 11 Prozent, eine Insa-Umfrage für «Bild» sieht die Partei sogar bei 13 Prozent – ebenfalls ein Zuwachs um 2 Punkte.