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Soziale Sicherheit bei Diakonie-Konferenz im Fokus

Nürnberg (dpa/lby) – Armut und Fragen der sozialen Sicherheit stehen im Zentrum der diesjährigen Konferenz Diakonie und Entwicklung. Zum Auftakt der zweitägigen Tagung in Nürnberg erinnerte der Bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am Mittwoch daran, dass Armut und Reichtum damals wie heute eine Geschichte von Macht und Ohnmacht seien.

«Wer reich ist, hat die Macht, das Leben materiell so gestalten zu können, wie er möchte», sagte er. «Wer arm ist, erfährt die Ohnmacht, nicht das Nötige zum Leben zu haben, ungerechten Arbeitsbedingungen ausgeliefert zu sein, aus gesellschaftlichen Zusammenhängen ausgeschlossen zu sein.» Kirche, Diakonie und Entwicklung stünden zu recht an der Seite der armen Menschen, meinte Bedford-Strohm.

Bis Donnerstag diskutieren 112 Delegierte der Konferenz über Fragen der sozialen Sicherung aus nationaler und internationaler Perspektive, zudem sind Experten geladen. Rund 80 Prozent der Weltbevölkerung lebten ohne Absicherung gegen Folgen von Krankheit, Alter oder Erwerbslosigkeit, hieß es in einer Mitteilung der Diakonie Deutschland. Die Konferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung.