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Söder: «Digitales Prekariat» verhindern

München (dpa/lby) – Der angehende bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht im Thema Digitalisierung inhaltlich die größte Aufgabe seiner künftigen Regierung. Neben der Nutzung der Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergäben, gelte es sicherzustellen, «dass in diesem Prozess niemand abgehängt wird und zurückbleibt». Die gesellschaftliche Dimension der Digitalisierung müsse berücksichtigt werden: «Es gilt zu verhindern, dass wir ein digitales Prekariat bekommen», sagte Söder dem in München erscheinenden «vbw-Unternehmermagazin» (Dienstag).

Zudem wolle er die Forschung deutlich ausbauen, «von der Digitalisierung und der Vernetzung der Dinge über die Industrie 4.0 und die Künstliche Intelligenz bis hin zur Robotik». Die in Bayern traditionell starke Automobilindustrie gelte es hier zu stärken und zu unterstützen.

Söder deutete auch an, in die USA reisen zu wollen – anders als Horst Seehofer, der in zehn Amtsjahren als bayerischer Ministerpräsident zwar mehrmals nach Russland und China, aber kein einziges Mal in die USA gereist war. Es sei «kein Geheimnis, dass ich Atlantiker bin», sagte Söder. Und eines sei doch klar: «Technologisch gesehen sind die USA nun einmal der Sparringspartner Nummer eins für Bayern.»