Seltener Käfer hat Heimat in Bayreuther Eremitage gefunden

Bayreuth (dpa/lby) – Eine lange verschollene Käferart ist im Bayreuther Park Eremitage wieder aufgetaucht. Der streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Eremitenkäfer hatte sich vermutlich in eine 150 Jahre alte Linde zurückgezogen, wie die Bayerische Schlösserverwaltung am Freitag mitteilte.

Entdeckt worden ist der Käfer bei einer Kontrolle des Baumbestandes. Das Eremiten-Männchen – Fachbegriff: Osmoderma eremita – ist von einem Mitarbeiter der Verwaltung fotografiert und der Höheren Naturschutzbehörde gemeldet worden. Die Tierart steht auf der roten Liste der gefährdeten Arten – und wurde in der Bayreuther Eremitage zuletzt 1983 gesehen. Benannt freilich ist die Parkanlage nicht nach dem Käfer – sie erhielt ihren Namen, weil sie im 18. Jahrhundert als höfische Einsiedelei der Markgrafen entstand.