© Arno Burgi

Schub für Öko-Landbau in Sachsen

Dresden/Nürnberg (dpa/sn) – Insgesamt 15 Verbände und Unternehmen aus Sachsen präsentieren sich auf der Branchenmesse Biofach in Nürnberg. «Der Biomarkt wächst stetig und rasant, nahezu im zweistelligen Bereich», erklärte Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) bei einem Besuch zur Eröffnung am Mittwoch. Den Angaben zufolge hat der Öko-Landbau im Vorjahr einen «deutlichen Schub» bekommen. Entsprechende Öko-Prämien wurden 2016 für eine Fläche von rund 40 800 Hektar beantragt – das sind 20 Prozent mehr als 2015. Außer den Bauernhöfen sind im Freistaat derzeit 444 Betriebe registriert, die Öko-Produkte verarbeiten oder vermarkten.

Die Prämien für die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung, mit denen Landwirte in den ersten beiden Jahren unterstützt werden, steigen in diesem Jahr: So werden für Acker- und Grünland 330 Euro pro Hektar, für Gemüseflächen 935 und für Kulturen wie Obst und Wein künftig 1410 Euro pro Hektar gezahlt. Die Erhöhung wurde 2016 von der EU genehmigt. Insgesamt stehen bis 2020 mehr als 50 Millionen Euro für die Förderung des Öko-Landbaus zur Verfügung.