Basketball: Schritt 2 Richtung Titel!

Brose Bamberg tritt heute Abend im Kampf um die Deutsche Basketballmeisterschaft bei den EWE Baskets Oldenburg an. Finalspiel 1 gewannen die Bamberger souverän mit 36 Punkten Vorsprung. Heute erwarten die Jungs aber eine starke Reaktion des Gegners, so Bambergs Lucca Staiger:

Jump in Oldenburg ist heute um 20 Uhr 30. Radio Bamberg ist für Sie vor Ort und überträgt die Partie live.

 

Hier der ausführliche Bericht von Brose Bamberg :

 

Brose Bamberg in Oldenburg: Defense gegen Dreier vom Parkplatz

 

Am Mittwoch (20:30 Uhr) will Brose Bamberg bei den EWE Baskets Oldenburg den nächsten Schritt in Richtung des neunten nationalen Titels machen. Telekombasketball zeigt das zweite Finalspiel um die deutsche Basketballmeisterschaft auf seinen Plattformen live. Am vergangenen Sonntag ist der Titelverteidiger mit einem fulminanten 96:60-Sieg in die Finalrunde gestartet und kann sich deshalb am Mittwoch bereits den ersten Matchball erspielen. Bamberg dominierte die müden Oldenburger nach Belieben. Zu viel Kraft hatte die fünf Spiele währende Serie gegen Ulm gekostet, als dass das Team von Head Coach Mladen Drijencic dem Titelverteidiger ernsthaft Widerstand hätte leisten können. Beide Trainer wussten das Ergebnis denn auch einzuordnen. Drijencic: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, wir haben auch heute alles gegeben. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir erst am Freitag früh um 6.15 Uhr nach Oldenburg zurückgekommen sind. Wir haben gekämpft, jetzt steht es eins zu null für Bamberg.“ Auch Bambergs Cheftrainer Andrea Trinchieri sah nach Spiel eins keinen Grund zu rückhaltloser Freude: „Heute haben wir von der langen Serie unseres Gegner profitiert, am Mittwoch werden wir uns einer ganz andere Mannschaft gegenüber sehen. Sie wird mit sehr viel Energie auf dem Platz stehen und Würfe vom Parkplatz treffen. Ich hab ganz großen Respekt vor Coach Drijencic und seiner Mannschaft. Wir haben heute nur das erste Spiel gewonnen und müssen uns auf einen harten Kampf am Mittwoch einstellen.“ Denn den wollen die Oldenburger mit ihren euphorisierten Fans im Rücken liefern. Die über 6000 Zuschauer fassende Große EWE Arena war innerhalb von 20 Minuten ausverkauft. Aber auch rund 200 Bamberger Fans werden ihr Team vor Ort unterstützen und hoffen, dass ihre Mannschaft auch in Oldenburg den berüchtigten Brose-Beton anrühren kann. Bei sechs Punkten hielten die Bamberger ihren Gegner im ersten Viertel und damit noch bei vier Punkten weniger, als sie den Münchnern im ersten Abschnitt des ersten Halbfinalspiels erlaubten. Oldenburgs Anführer Rickey Paulding, der bisher fantastische Serien spielte und auf einen Playoff-Schnitt von 18 Punkten kam, wurde bei zehn Punkten gehalten. Oldenburg hat in der Halbfinalserie gegen Ulm bewiesen, dass es immer wieder aufsteht. Das Team ließ sich auch von einem 27 Punkte Rückstand nicht beirren und behielt die Nerven, wenn es darauf ankam. So schön der Coup am Sonntag war, wenn sich die Brose-Spieler davon blenden ließen, wäre es ein fataler Sieg. Tatsächlich ist Andrea Trinchieri seit seinem Dienstbeginn bei Brose Bamberg erst ein Sieg in Oldenburg geglückt, dieser allerdings deutlich. Setzte es in der Spielzeit 2014/15 in Hauptrunde und Pokalfinale und in der Folgesaison 2015/16 jeweils Niederlagen für den späteren Meister, revanchierte sich Brose in der abgeschlossenen Hauptrunde mit einem 83:62 in Oldenburg.

Mit Rickey Paulding (17,2) und Frantz Massenat (14,1) kommen die zwei erfolgreichsten im Rennen verbliebenen Scorer der Playoffs aus Oldenburg. Bambergs Fabien Causeur folgt mit 13,5 Punkten im Schnitt, Nikos Zisis mit 11,9. Im Spiel am Sonntag feuerten für Brose vor allem Nationalspieler Maodo Lô und Darius Miller aus allen Rohren. Loô kam mit einer hundertprozentigen Wurfquote am Ende auf 17, Miller auf 14 Zähler.

Nikos Zisis: „Wir haben am Sonntag gut gespielt. Aber egal, wie hoch man gewinnt, es steht nur eins zu null in der Serie. Wir wissen, dass Oldenburg am Mittwoch ein ganz anderes Gesicht zeigen wird. Sie sind sehr gefährlich, wenn man sie ins Laufen kommen lässt. Daher gilt für uns, dass wir von Sekunde eins an präsent sein müssen. Wir dürfen uns keine Schwächephase erlauben, denn das würden sie ausnutzen. Wir müssen versuchen unser Spiel durchzuziehen. Natürlich wollen wir gewinnen, aber es wird ein hartes Stück Arbeit.“