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Russische Weltkriegsopfer: Seehofer für bessere Aufarbeitung

Moskau/Dachau (dpa/lby) – Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wünscht sich eine umfassendere Würdigung der russischen Weltkriegsopfer in Bayern. «Wir sind da noch längst nicht fertig mit der Aufarbeitung, mit der Erinnerungskultur», sagte er am Freitag auf dem Roten Platz in Moskau vor Journalisten. Der CSU-Chef hatte sich am Donnerstag unter anderem mit Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen.

Mit seinen russischen Gesprächspartnern habe er besprochen, dass es von russischer und bayerischer Seite weitere Anstrengungen geben solle, um möglichst die Namen aller 6000 sowjetischen Soldaten herauszufinden, die als Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg in der Nähe des Konzentrationslagers Dachau von den Nazis erschossen wurden. «Nur ein kleinerer Teil der Namen ist bislang bekannt und für alle Zeiten in die Steinplatten eingemeißelt. Da wäre es schon mein Wunsch, in der Zusammenarbeit diese Namen vollständig zu verewigen.»