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Reuter kritisiert nach Transfer-Ende HSV

Augsburg/Hamburg (dpa) – Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter vom FC Augsburg hat nach Ablauf der Wechselfrist und dem geplatzten Transfer von Konstantinos Stafylidis Kritik am Hamburger SV geübt. «Für mich ist der HSV in dieser Situation ein ganz komischer Verein. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere tut», sagte der Manager des bayerischen Fußball-Bundesligisten mehreren Medien. Seit Wochen wurde über den Stafylidis-Wechsel in den Norden spekuliert, bis Hamburgs Jens Todt am Dienstag erklärte: «Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar.»

Der 23 Jahre alte Verteidiger wurde vom HSV umworben und kam in Augsburg zuletzt nicht mehr zum Einsatz. Ein Transfer war dennoch nicht möglich. Für Reuter die Schuld der Hamburger: «Wenn ich wirklich Interesse an einem Spieler habe, dann gehe ich da gezielter vor. Das hat mir alles einen unstrukturierten Eindruck gemacht», sagte der frühere Nationalspieler. Enttäuschung ließ sich Reuter aber nicht anmerken, im Gegenteil: «Ich bin heilfroh, dass er uns weiter zur Verfügung steht», sagte er.

Todt wiederholte in Hamburger Medien seine Aussage, dass der Transfer von Wunschspieler Stafylidis und auch des Ersatzkandidaten Jérome Roussillon (HSC Montpellier) finanziell nicht zu stemmen gewesen sei. «Wir haben ein paar Optionen geprüft. Die waren wirtschaftlich aber nicht vertretbar», sagte der HSV-Sportchef. Auf die Frage, ob der HSV sich im Transferpoker verzockt habe, meinte er: «Nein, das haben wir nicht.» Grundsätzlich sei er mit den Sommertransfers zufrieden: «Wir haben unseren Kader verkleinert, gleichzeitig Mentalität und Qualität dazugewonnen.»