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«Reichsbürger»-Urteil fällt wohl etwas später

Nürnberg (dpa/lby) – Im Mordprozess gegen den sogenannten Reichsbürger aus Georgensgmünd fällt das Urteil voraussichtlich etwas später als geplant. Das Landgericht in Nürnberg setzte weitere Termine bis zum 23. Oktober an, wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte. Zunächst war der nächste Mittwoch (18. Oktober) als letzter Prozesstag geplant.

Nach derzeitigem Stand sollen nun am Donnerstag (19. Oktober) Staatsanwaltschaft und Nebenklage ihre Schlussvorträge halten, am Freitag (20. Oktober) soll dann die Verteidigung plädieren. Ein Urteil könnte dann am folgenden Montag verkündet werden.

Der 50 Jahre alte Angeklagte aus der mittelfränkischen Gemeinde soll am bei einem Polizeieinsatz am 19. Oktober 2016 in seinem Haus auf Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos geschossen haben. Ein Beamter wurde getötet, zwei weitere verletzt. Der Mann muss sich unter anderem wegen Mordes verantworten. Bei dem Einsatz sollten seine rund 30 Waffen beschlagnahmt werden, weil er bei den Behörden als nicht mehr zuverlässig galt. «Reichsbürger» erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide.