Razzia wegen Solarmodulen in ganz Deutschland

Eine Nürnberger Firma soll bei der Einfuhr von Solarmodulen aus China Zölle in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro hinterzogen haben. Fahnder durchsuchten 14 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung beziehungsweise der Steuerhehlerei. Durchsucht wurden gestern Wohn- und Geschäftsräume in Nürnberg, Erlangen, Neu-Ulm sowie den Landkreisen Fürth, Lindau, Ahrweiler und Mayen-Koblenz. Die Verdächtigen im Alter von 41 bis 56 Jahren sollen ein ausgeklügeltes Modell von Schein- und Briefkastenfirmen in Luxemburg und Hongkong genutzt haben, um Zahlungsströme bei der Geschäftsabwicklung zu verschleiern. Mehr als 150 Importvorgänge sind Teil der Ermittlungen. Abnehmer der Solarmodule waren übrigens Energie- und Solarparks im gesamten Bundesgebiet sowie im europäischen Ausland. Von sieben Beschuldigten chinesischer und deutscher Staatsangehörigkeit kamen drei in Untersuchungshaft.