Polizeibericht 15.02.2017

Bamberg Stadt:

 

Nach dem bewaffneten Raubüberfall am vergangenen Freitag auf ein Juweliergeschäft in der Straße „Grüner Markt“ laufen die Ermittlungen der Kripo Bamberg auf Hochtouren. Nun haben die Beamten Erkenntnisse über ein mögliches Täterfahrzeug und bitten in diesem Zusammenhang um weitere Hinweise. Kurz nach 10 Uhr hatten die drei Täter das Schmuckgeschäft ausgeraubt und waren mit ihrer Beute im Wert eines mittleren sechsstelligen Eurobetrags entkommen. Einen Tatverdächtigen konnte die Polizei kurz darauf im Bereich der Nonnenbrücke festnehmen. Im Rahmen der intensiven Ermittlungen führten am Dienstag Taucher der Nürnberger Bereitschaftspolizei Suchmaßnahmen in einem Kanal in der Bamberger Innenstadt durch. Beweiserhebliche Gegenstände, die in Bezug zu dem Juwelierraub stehen könnten, fanden sie bei der akribischen Gewässerabsuche nicht. Inzwischen haben die Spezialisten des Raubkommissariats Erkenntnisse, dass die drei Räuber möglichweise Hilfe von weiteren Personen hatten. Die Kripo Bamberg sucht nun dringend Zeugen, die am Freitagvormittag im Bereich des Brucknerstegs einen schwarzen Mittelklassewagen gesehen haben, der auffällig geparkt war.

Die Ermittler stellen folgende Fragen:

  • Wer kann nähere Angaben zu dem schwarzen Mittelklassewagen machen, der am Freitag, zwischen 8 Uhr und 11 Uhr, in der Straße „Am Kanal“, an der Ecke zur „Habergasse“, auf dem abgesetzten Fahrradstreifen entgegen der Fahrtrichtung geparkt hatte?
  • Wem sind am Freitag, in der Zeit von 8 Uhr bis 11 Uhr, im Bereich des Brucknerstegs Personen aufgefallen, die im Zusammenhang mit dem dunklen Mittelklassewagen stehen könnten?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bamberg unter der Tel.-Nr. 0951/9129-491 entgegen.

 

Von einem Anwesen in der Kleberstraße wurde zwischen Montag, 20.00 Uhr, und Dienstag, 13.00 Uhr, ein Praxisschild im Wert von knapp 200 Euro gestohlen. Die PI Bamberg-Stadt erbittet unter Tel.: 0951/9129-210 Täterhinweise.

 

Am Dienstagmittag wurden zwei Schülern während des Sportunterrichts in einer Turnhalle im Bamberger Osten jeweils ihre Mobiltelefone gestohlen. Der Langfinger erbeutete ein Samsung- sowie ein Motorola-Handy im Gesamtwert  von knapp 300 Euro.

 

Vermutlich über eine nicht richtig versperrte Eingangstüre gelangte im Laufe des Dienstagabends ein Unbekannter in ein Geschäft in der Bamberger Innenstadt. Als ein Zeuge die Polizei über die offenstehende Ladentüre informierte, war der Einbrecher allerdings schon verschwunden. Er hatte aus einem Kassenfach einen dreistelligen Bargeldbetrag gestohlen und machte sich anschließend wieder aus dem Staub.

 

 

Bamberg Land/Verkehrspolizei:

 

A 70/HALLSTADT, LKR. BAMBERG. Am Dienstag, gegen 14 Uhr, fuhr ein 52-jähriger Skoda-Fahrer auf der A 70 in Richtung Bayreuth. Am Bamberger-Kreuz im Bereich der ersten Brücke über die Autobahn bemerkte er einen lauten Schlag an seinem Skoda. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich auch zwei Personen auf der Brücke. Bei einer Nachschau an seinem Pkw stellte der 52-Jährige eine Delle im Dach fest, die vermutlich durch einen schwereren kugelförmigen Gegenstand verursacht wurde. Die Verkehrspolizeiinspektion Bamberg sucht Zeugen dieses Vorfalls unter Tel. 0951/9129-510.

 

 

Forchheim Stadt und Land:

 

Neunkirchen am Brand. Am Dienstagmittag kam es am ZOB in der Von-Pechmann-Straße zu einer Kollision zwischen zwei Omnibussen. Hierbei übersah die Busfahrerin beim Anfahren aus der Haltebucht ihren von hinten heranfahrenden Kollegen. Weder die Busfahrer noch die Fahrgäste wurden durch den Unfall verletzt. An den beiden Verkehrsbussen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 30000 Euro.

 

Neunkirchen am Brand. In der Zeit von Montag auf Dienstag beschmierten bislang Unbekannte die Fassade eines Hauses in der Fröschau mit schwarzer und roter Farbe. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen.

 

Hausen. Ebenfalls in der Zeit von Montag auf Dienstag kam es in der Heroldsbacher Straße zu einer weiteren Sachbeschädigung. Unbekannte verbogen hier vier Metallstangen, welche als Halterung für Weinreben dienen. Der entstandene Schaden wird auf ca. 150 Euro beziffert. In beiden Fällen bittet die Polizeiinspektion in Forchheim um Hinweise.

 

Weilersbach: Dienstagnachmittag schob eine 58-jährige Oma ihren Enkel im Kinderwagen am rechten Fahrbahnrand der Straße „Am Anger“ in Richtung Ortsausgang. Zeitgleich befuhr ein 73-jähriger Seat-Fahrer die Straße in gleicher Richtung und übersah aufgrund der tiefstehenden Sonne die Fußgängerin und den Kinderwagen. Beim Vorbeifahren schrammte das Fahrzeug gegen den Kinderwagen und schob diesen beiseite. Die Fußgängerin wurde vom Auto nicht getroffen, erlitt jedoch leichte Verletzungen, die durch das Festhalten des Kinderwagens entstanden sind. Durch den Anprall wurde der 1-jährige leicht verletzt und vorsorglich in die Uniklinik Erlangen verbracht. Die anderen Beteiligten blieben unverletzt. Der entstandene Schaden wird auf etwa 400 Euro geschätzt.

 

Pretzfeld: Ein 52-jähriger Opel-Fahrer befuhr Dienstagmittag die Trattstraße und wollte nach rechts in die Schulstraße einbiegen. Hierbei übersah er einen vorfahrtsberechtigten 19-jährigen Audi-Fahrer, der die Schulstraße befuhr. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Glücklicherweise blieben alle Insassen unverletzt. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 3000 Euro.

 

Gößweinstein: Bereits am Samstagnachmittag kam es in der Balthasar-Neumann-Straße, auf dem Parkplatz eines Supermarktes, zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Ein 36-jähriger Familienvater sprach einen 70jährigen Pkw-Fahrer an, weil der seinen Mercedes auf einem „Mutter-Kind-Parkplatz“ abstellte. Dieser konnte anscheinend die Kritik nicht vertragen und beleidigte daraufhin den 36jährigen, der mit seinen beiden Kindern im Alter von einem und vier Jahren unterwegs war. Der zunächst unbekannte Täter konnte anhand des Fahrzeugkennzeichens schnell ermittelt werden und wird nun wegen Beleidigung zur Anzeige gebracht.

 

Ebermannstadt: Ein zunächst Unbekannter entsorgte in den letzten Tagen im Bereich des Freibades drei blaue Müllsäcke mit Hausmüll. Bei der Durchsuchung konnten Adressen aufgefunden werden, die letztendlich die ermittelnden Beamten der PI Ebermannstadt zu dem 20-jährigen Täter führten. Dieser muss jetzt mit einer Anzeige rechnen.

 

 

Mittelfranken:

 

Die Bundespolizei hat einen illegalen Welpentransport im Hauptbahnhof Nürnberg stoppen können. Die drei Hunde wurden dem Nürnberger Tierheim übergeben. Am Dienstagnachmittag (14. Februar) wurde die Nürnberger Bundespolizei verständigt, dass im ICE aus Wien eine Frau mit drei Hundewelpen sei. Es bestehe der Verdacht, dass die Tiere illegal transportiert würden. Wie sich nach der Ankunft des Zuges im Nürnberger Hauptbahnhof herausstellte, war die Befürchtung der zufällig mit im ICE reisenden Amtstierärztin traurige Realität. Die drei Welpen stammten aus Ungarn und sollten offenbar in Deutschland verkauft werden – viel zu früh, denn die Hunde sind erst zwischen acht und zehn Wochen alt und nicht geimpft. Die Fellnasen wurden durch die Bundespolizei sichergestellt und einer Mitarbeiterin des Nürnberger Tierheims übergeben. Sie sind derzeit in der Quarantänestation untergebracht und können deswegen nicht besichtigt werden. Die Vierbeiner müssen jetzt etwa fünf Wochen aushalten, um für ihren Umzug in ein neues Zuhause gesund und gut gerüstet zu sein. Gegen die 44-jährige Ungarin wurde ein Bußgeldverfahren wegen des illegalen Welpentransportes eingeleitet.

 

Erlangen. Neben den „normalen‘“ Verkehrsaufgaben auf den Autobahnen rund um Erlangen, kümmert sich die Erlanger Verkehrspolizei auch um die grenzüberschreitende Kriminalität, deren Täter ebenfalls die Autobahnen befahren. Gegen 16.30 Uhr hielten die Beamten in der Rastanlage Aurach-Süd einen VW mit bulgarischer Zulassung an. Es ist schon erstaunlich, was alles gefälscht wird, aber sowas hatten sie auch noch nicht gesehen. Um eine günstigere Einstufung zu erhalten, hatte der 56-jährige Bulgare eine deutsche Feinstaubplakette gefälscht. Auf diese Weise hatte er seinen betagten Euro-2-Pkw, ganz ohne Softwareeingriff, in einen sauberen Euro-5-Pkw umgewandelt sich und dies mit seiner gefälschten grünen Plakette bescheinigt. Da diese Plakette eine Urkunde war, muss er sich nun strafrechtlich verantworten. Nach der Anzeigenaufnahme konnte er, nach einem kleinen Hardwareeingriff – die Plakette wurde entfernt -, seine Fahrt fortsetzen. Drei Stunden später hielt eine Streife in der Rastanlage Steigerwald einen Opel mit französischer Zulassung an. Der Fahrer, ein bulgarischer Taxifahrer händigte den Beamten erst einen ungültigen Führerschein und dann eine gefälschte Versicherungskarte aus. Die Anzeigen wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Urkundenfälschung und des Pflichtversicherungsverstoßes wurden aufgenommen und anschließend die Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Die Weiterreise musste der Beschuldige mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortsetzen.

 

 

Unterfranken:

 

SCHWEINFURT. Zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 44-Jährigen und einem 21-Jährigen ist es am Dienstagnachmittag gekommen. Da der Wohnungsinhaber die Tür versperrte und mit einem Messer drohte, blieb dem 21-Jährigen nur die Flucht aus dem Fenster. Durch den Angriff erlitt der junge Mann leichte Verletzungen, welche ambulant behandelt werden mussten. Als der 44-Jährige gegen 15:00 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, traf er in der Wohnung die Tochter seiner Lebensgefährtin und ihren Freund an. Innerhalb kürzester Zeit eskalierte der Streit in der Ludwig-Krug-Straße offenbar zu einem tätlichen Angriff gegen den jungen Schweinfurter. Nach mehreren Schlägen konnte sich der 21-Jährige aus der Umklammerung lösen und wollte fliehen, der Tatverdächtige versperrte jedoch die Wohnungstür und drohte mit einem Messer. Somit blieb nur die Flucht durch das Fenster im ersten Stockwerk. Von einem benachbarten Bekleidungsgeschäft aus informierte der junge Mann dann die Polizei. Aufgrund der anfänglich unklaren Einsatzsituation begaben sich mehrere Streifen der Schweinfurter Polizei und des Einsatzzuges zum Tatort. In der Wohnung nahmen die Beamten den Tatverdächtigen widerstandslos fest. Durch die Schläge und die Umklammerung erlitt der junge Mann oberflächliche Verletzungen, welche ambulant behandelt wurden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der vorläufig Festgenommene wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Schweinfurt.

 

SCHWEINFURT. Am späten Montagnachmittag ist es auf dem Gelände einer Asylbewerberunterkunft zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern gekommen. Dabei soll ein 38-Jähriger seinen Kontrahenten mit einem spitzen Gegenstand am Kopf verletzt haben. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermitteln nun unter anderem wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand soll der 38-Jährige im Rahmen eines Streits zu einem spitzen Gegenstand gegriffen und damit seinem 20-jährigen Kontrahenten eine Stichwunde am Hinterkopf zugefügt haben. Im Zuge der Auseinandersetzung, die sich gegen 16.00 Uhr ereignet hat, wurde auch der 38-Jährige durch einen Faustschlag im Gesicht verletzt. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes trennten die Parteien und wählten den Notruf. Mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Schweinfurt machten sich sofort auf den Weg zu der Asylbewerberunterkunft im Kasernenweg. Auch der Rettungsdienst und ein Notarzt waren schnell vor Ort. Beide Verletzte kamen nach einer Erstversorgung in ein Krankenhaus, konnten jedoch nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Der 38-Jährige verbrachte die Nacht zum Dienstag in einer Arrestzelle der Polizei. Er wurde am Nachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt. Dieser erließ gegen den dringend Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der 38-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kripo Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt.

 

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