Polizeibericht 13.06.2017

Stadt und Landkreis Forchheim:

 

FORCHHEIM. Am Freitagvormittag war eine 67jährige Eggolsheimerin in der Hauptstraße beim Einkaufen. Dort stellt sie ihre Tasche ab und ließ diese kurz unbeaufsichtigt stehen. Diesen Moment nutzte ein bis dato unbekannter Täter und entwendete den Geldbeutel der Geschädigten aus der Tasche. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der PI Forchheim in Verbindung zu setzen.

 

FORCHHEIM. In der Zeit von Freitagabend bis Sonntagmittag wurde aus einem Pkw in der Wilhelm-Hauff-Straße ein fest eingebautes Navigationsgerät entwendet. Darüber hinaus konnte der Täter auch noch den Fahrzeugschein aus dem Handschuhfach ergattern. Der VW stand im Tatzeitraum in einem nicht versperrten Hofraum. Wer hat in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen gemacht?

 

FORCHHEIM. Im Zeitraum von Samstag bis Sonntag waren offensichtlich Randalierer auf der Sportinsel unterwegs. Ein öffentlicher Grillplatz wurde dort beschädigt. So wurde die fest installierte Grillvorrichtung komplett zerstört und ein nahegelegener Wegweiser verbogen. Hinweise zu nimmt die Polizei Forchheim unter der 09191/70900 entgegen.

 

Pretzfeld Im Bereich des Friedhofes Wannbach kam es bereits am 01.06.2017, gegen 19.20 Uhr zu einem Verkehrsunfall. Im Begegnungsverkehr kam ein bislang unbekannter Fahrer eines weißen Kleintransporters zu weit auf die Fahrbahn eines 21-jährigen Seat-Fahrers. Der junge Mann musste nach rechts ausweichen und beschädigte hierbei mit dem Außenspiegel einen Leitpfosten. Der Unbekannte setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den entstandenen Schaden in Höhe von etwa 200 Euro zu kümmern. Wer hat den Unfall evtl. beobachtet und kann Hinweise zum Verursacher geben? Zeugenmeldungen bitte an die PI Ebermannstadt, Tel.: 09194/73880.

 

Weilersbach Montagfrüh, gegen 03.15 Uhr, beschädigte eine zunächst unbekannte Fahrzeugführerin mit ihrem Nissan den Grundstückspfosten eines Anwesens in der Hauptstraße. Obwohl ein Schaden in Höhe von etwa 900 Euro entstanden war, entfernte sich die Verursacherin von der Unfallstelle. Nach umfangreichen Ermittlungen führte die Spur letztendlich zu einer 69-jährigen Frau aus dem Landkreis Forchheim. Sie muss nun mit einer Anzeige wegen Unfallflucht rechnen.

 

Kirchehrenbach Zwischen Kirchehrenbach und Wiesenthau kam es am Montagmittag zu einem Motorradunfall. Ein 67-jähriger Honda-Fahrer übersah mehrere verkehrsbedingt haltende Fahrzeuge auf Höhe des Lindenkellers. Nach einer Vollbremsung stürzte der Mann auf die Fahrbahn und landete letztendlich im rechten Straßengraben. Hierbei erlitt er schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus Forchheim verbracht werden. An seiner Maschine entstand ein Schaden in Höhe von etwa 1500 Euro.

 

Pretzfeld Montagnachmittag bog eine 76-jährige Opel-Fahrerin von einem Feldweg kommend auf die Staatsstraße in Richtung Wannbach ein und übersah hierbei eine von links kommende 54-jährige Mercedes-Fahrerin. Durch den Zusammenstoß wurde glücklicherweise niemand verletzt. Der entstandene Schaden wird auf etwa 5000 Euro geschätzt.

 

 

Bamberg Stadt:

 

BAMBERG. Am Montagabend wurde einer jungen Frau am Adenauerufer die Handtasche gestohlen. Der bislang unbekannte Dieb war mutmaßlich auf Bargeld aus, was er aber nicht erbeutete. In der Handtasche der Geschädigten befanden sich jedoch ‚nur‘ Ausweispapiere, ein Handy und Schlüssel, die noch am gleichen Abend in einer Tiefgarage in Tatortnähe aufgefunden und wieder ausgehändigt werden konnten.

 

Bamberg. Ein 24-Jähriger wurde am Montag, kurz vor 18.00 Uhr, in einer Drogerie in der Bamberger Innenstadt beim Diebstahl einer Flasche Parfum im Wert von knapp 40 Euro ertappt. Der Langfinger wurde von einer Zeugin beobachtet, die das Personal auf den Diebstahl aufmerksam machte und die Polizei verständigte. Als die Beamten eintrafen, hatte der Dieb sein Diebesgut bereits im Außenbereich des Geschäfts versteckt. Die erwähnte Zeugin, die den Dieb beobachtet hat, wird gebeten sich mit der PI Bamberg-Stadt unter Tel.: 0951/9129-210 in Verbindung zu setzen.

 

BAMBERG. Sachschaden in Höhe von etwa 400 Euro wurde am Montagabend an einer Altpapiertonne in der Memmelsdorfer Straße verursacht, weil diese von einem bislang unbekannten Täter in Brand gesetzt wurde. Der Brand, bei dem glücklicherweise keine Personen zu Schaden kamen, konnte von der Feuerwehr zügig gelöscht werden.

 

Bamberg. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in der Starkenfeldstraße ein geparkter blauer BMW von einem vorbeifahrenden PKW beschädigt. Der unbekannte Täter hat vermutlich nach dem Unfall kurz angehalten und die herumliegenden Fahrzeugteile aufgeräumt, da am Unfallort keine Spuren mehr vorgefunden werden konnten. Die Schadenshöhe beläuft sich auf etwa 2000 Euro. Täterhinweise nimmt die PI Bamberg Stadt unter der Rufnummer 0951/9129-210 entgegen.

 

Bamberg. Am Dienstagvormittag wurde in der Gaustadter Hauptstraße ein blauer VW Golf  an der Stoßstange und am Radkasten beschädigt. Hier hinterließ der unbekannte Verursacher Sachschaden in Höhe von etwa 2000 Euro und flüchtete anschließend ebenfalls unerkannt. Täterhinweise nimmt die PI Bamberg-Stadt unter 0951/9129-210 entgegen.

 

Bamberg. Am Montag,  gegen 13.20 Uhr, wurde auf dem Parkplatz einer Bank in der Willy-Lessing-Straße ein schwarzer VW Polo an der rechten Seite der Frontstoßstange beschädigt. Obwohl der Unfallverursacher Sachschaden in Höhe von mindestens 1000 Euro an dem Wagen verursachte, entfernte sich dieser unerkannt von der Unfallstelle.

 

Bamberg. Im Zeitraum v. 30.05. bis 08.06.2017 wurde in der Schützenstraße ein Fahrzeug beschädigt, das auf einem Privatgrundstück abgestellt war, was jedoch für jedermann zugänglich ist. Vermutlich wurde der beschädigte Pkw von einem weiteren Pkw beim Rangieren touchiert. Zeugenhinweise nimmt die PI Bamberg Stadt unter der Rufnummer 0951/9129-210 entgegen.

 

BAMBERG. Am Montagmittag wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Mehrfamilienhaus in die Gartenstadt gerufen, weil dort ein Rauchmelder Alarm ausgelöst hatte. Die Feuerwehr konnte über ein gekipptes Fenster die Wohnung betreten, in der ein Mieter während seiner Abwesenheit auf der eingeschalteten Herdplatte einen Topf hatte stehen lassen. Die übrigen Hausbewohner wurden während des Einsatzes vorsorglich aus dem Haus gebracht. Verletzt wurde hierbei niemand. Nachdem glücklicherweise noch kein Feuer ausgebrochen war, reichte es aus, die Wohnung gründlich zu lüften.

 

BAMBERG. Während eines Polizeieinsatzes am Montagnachmittag in einer Wohnung in der Bamberger Innenstadt fanden Beamte auf dem Wohnzimmertisch eines 41-jährigen Mann diverse Betäubungsmittel. Das Rauschgift wurde beschlagnahmt und der Mann muss sich wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

 

BAMBERG. Am Montagabend wurde die Polizei von Zeugen über einen betrunkenen Autofahrer im Bamberger Osten verständigt. Noch bevor der 39-Jährige nach Verlassen einer Gaststätte mit seinem Wagen wieder davonfahren konnte, wurde dies von der Polizei verhindert. Während der anschließenden Kontrolle verhielt sich der Autofahrer, der bei einem Alkoholtest einen Wert von 2,36 Promille erzielte, zunehmend aggressiv. Selbst im gefesselten Zustand versuchte der Mann, während der Blutentnahme im Krankenhaus, einem Polizisten einen Kopfstoß sowie Fußtritte zu verpassen, was allerdings misslang. Bei dem Einsatz wurde ein Beamter leicht verletzt.

 

 

Bamberg-Land:

 

BIRKACH. Einen in der Ortsstraße „Zum alten Berg“ geparkten grauen Pkw Ford/Galaxy verkratzten unbekannte Täter am Montag, zwischen 12 und 16.20 Uhr. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 1.200 Euro. Wem sind am Fahrzeug verdächtige Personen aufgefallen und wer kann Hinweise auf die Täter geben? Meldungen nimmt die Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310,  entgegen.

 

HIRSCHAID. In der Zeit von Freitagnacht bis Samstagfrüh beklebten unbekannte Täter in der Nürnberger Straße Laternenmasten, einen Zigarettenautomaten, ein leer stehendes Gebäude und einen Dönerladen mit verschiedenen Stickern. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 100 Euro. Wem sind zur fraglichen Zeit in der Nürnberger Straße verdächtige Personen aufgefallen? Zeugenhinweise erbittet die Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310.

 

GUNDELSHEIM. Die Bamberger Straße befuhr am Montagmittag, aus Richtung Gundelsheim kommend, ein 36-jähriger VW-Fahrer. Dieser blinkte rechts  auf Höhe Kemmerstraße in Richtung Kramersfeld. Zu diesem Zeitpunkt wollte eine 40-jährige Smart-Fahrerin von der Kemmerstraße aus nach links auf die Bamberger Straße abbiegen. Der VW-Fahrer fuhr aber geradeaus weiter, so dass es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von 11.000 Euro, beide Pkw mussten abgeschleppt werden.

 

 

Oberfranken:

 

A9/BINDLACH, LKR. BAYREUTH/STUTTGART. Bayreuther Polizisten nahmen am frühen Montagabend einen Autodieb nach seiner Flucht fest. Auf der Flucht gefährdete und schädigte der Autofahrer mehrere andere Verkehrsteilnehmer. Die Kriminalpolizei Bayreuth und die Verkehrspolizei Bayreuth ermitteln in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Bezüglich der Verkehrsdelikte bittet die Verkehrspolizei Bayreuth um Zeugenhinweise. Der 30-jährige litauische Staatsangehörige befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Gegen 19.20 Uhr wurde eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizei Bayreuth an der Autobahnanschlussstelle Trockau auf einen hochwertigen dunklen BMW aufmerksam, nachdem dessen Fahrer beim Anblick des Streifenwagens stark beschleunigte. Die Beamten nahmen die Verfolgung des 7er BMWs auf. Der Fahrer des Autos mit Stuttgarter Kennzeichens folgte jedoch nicht den Anhaltesignalen der Polizisten, sondern versuchte mit hoher Geschwindigkeit rücksichtslos durch Rechtsüberholen sowie Drängeln zu flüchten. Dabei gefährdete und schädigte er mehrere andere Autofahrer. Das flüchtige Fahrzeug verließ dann an der Anschlussstelle Bindlacher Berg die Autobahn. Am dortigen Kreisverkehr verursachte der Dieb einen weiteren Verkehrsunfall, bei dem der BMW letztlich in den Graben rutschte. Nun floh der Fahrer zu Fuß in ein nahes Wäldchen. Dieses umstellten bereits verständigte Polizisten aus der Umgebung. Kurz darauf nahmen die Beamten den 30-Jährigen litauischen Staatsangehörigen fest. Den hochwertigen BMW, den der Mann in der Nacht zum Montag im Großraum Stuttgart entwendete, stellten die Beamten sicher. Am Dienstagvormittag erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart Haftbefehl gegen den 30-jährigen Litauer. Das Amtsgericht Bayreuth eröffnete dem Litauer den Haftbefehl, er sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Fahrzeugdiebstahl werden vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg geführt. Zu den Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auf der Autobahn während seiner Flucht suchen die Beamten der Verkehrspolizei Bayreuth Zeugen, die durch das riskante Fahrverhalten des dunklen 7er BMWs mit dem Stuttgarter Kennzeichen gefährdet oder geschädigt wurden. Sie werden gebeten sich mit der Verkehrspolizei Bayreuth unter der Tel.-Nr. 0921/506-2330 in Verbindung zu setzen.

 

 

Unterfranken:

 

SCHWEINFURT. Am Montagmittag erschlich sich ein bislang unbekannter Täter mit vermeintlichen Geschenken das Vertrauen eines Rentners. Dann wurde eine finanzielle Notlage vorgetäuscht und Bargeld als Leihgabe erbeten. Nachdem der 85-Jährige dann Geld übergab, suchte der Täter zügig das Weite. Gegen 11:00 Uhr sprach der Täter den Rentner in der Zehntstraße an und umarmte ihn gleich. Er gab vor, ein Bekannter eines ehemaligen Arbeitskollegen des Rentners zu sein und erlangte so dessen Vertrauen. Die beiden Männer suchten zusammen die Wohnung des Rentners auf, wo der Täter dann vier minderwertige Lederjackenimitate verschenkte, die er als Echtlederware ausgab. Hiernach behauptete er, in einer finanziellen Notlage zu sein und noch das vor der Wohnung stehende Leihauto bezahlen zu müssen. Die Männer fuhren dann gegen 14:30 Uhr mit dem Leihauto des Täters zu einem Bankinstitut in der Luitpoldstraße. Dort übergab der Rentner dem mutmaßlichen Betrüger 2.000 Euro, der sich sofort mit seinem Pkw aus dem Staub machte und den 85-Jährigen stehen ließ. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat nun die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach dem Täter sowie seinem Fahrzeug. Hierzu liegt folgende Personenbeschreibung vor:

  • 25 bis 40 Jahre alt
  • ca. 175 cm groß
  • hatte dunkles volles Haar
  • war Anzugträger
  • Wer Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.
  • Unterwegs war er mit einem dunkelgrauen Pkw Audi A4 (Baureihe ab 2009, in Facelift-Version).

 

 

Mittelfranken:

Erlangen:

 

Ein 75-jähriger Rentner aus Forchheim war gestern Mittag mit seinem Kleinwagen auf der A 73 in Richtung Norden unterwegs. Im Streckenabschnitt zwischen Erlangen-Nord und Möhrendorf fuhr er mit genau 80 km/h auf der rechten Spur. Als er im Rückspiegel bemerkte, dass sich auf der Überholspur ein Sattelzug näherte, beschloss er, disziplinierend einzugreifen. Er lenkte sein Auto direkt vor den 40-Tonner auf die Überholspur und setzte seine Fahrt mit „Strich-80“ fort. Der 46-jährige Kraftfahrer, war ebenfalls 80 km/h schnell gefahren, sein Tacho hatte jedoch eine andere Missweisung. Deshalb musste er abbremsen, um nicht auf den langsameren Pkw aufzufahren. Der Rentner ließ nun die nächste „erzieherische Maßnahme“ folgen, denn der Sattelzug hatte zu ihm aufgeschlossen. Ein Tritt auf die Bremse sollte den offenbar unbelehrbaren Kraftfahrer eindeutig auf sein Fehlverhalten hinweisen. Das war dem 46-Jährigen zu viel und er setzte zum Gegenschlag an. Er wechselte kurzerhand auf die freie rechte Spur und überholte rechts. Während des Überholvorgangs lenkte er allerdings nach links und brachte den Rentner in seinem Kleinwagen damit seinerseits in Bedrängnis. Schließlich kam es zur seitlichen Kollision beider Fahrzeuge. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und die Sachschäden bleiben im 3-stelligen Bereich. Als die Erlanger Verkehrspolizei den Vorgang aufnahm, wurden sie zunächst mit den jeweiligen Versionen der beiden Beteiligten konfrontiert, die sich als unschuldig und den jeweils anderen als eindeutigen Täter entlarvten sollten. Es meldeten sich jedoch unbeteiligte Zeugen und anhand deren Aussagen lichtete sich der Nebel, der Tathergang konnte geklärt werden. Beide Fahrzeugführer werden sich nun strafrechtlich verantworten müssen.

 

Berggeschehen am letzten Tag

Am 12. und letzten Bergtag 2017 waren bei gutem Wetter nicht alle Plätze auf dem Festgelände belegt. Die Beamten der Berg-Sonderwache sprachen von einem entspannten Bergausklang.

Ein 17-jähriger Jugendlicher pöbelte mit annähernd zwei Promille andere Festbesucher an, er   wurde in Gewahrsam genommen und seinen Eltern überstellt.

Kurz vor 22:00 Uhr geriet ein junger Mann mit drei Frauen in Streit. Die Beteiligten ohrfeigten sich gegenseitig.

Ein alkoholisierter junger Mann hatte nach Mitternacht immer noch nicht genug und wollte unbedingt weiterfeiern. Mit dem Hinweis auf die Bergkirchweih 2018 wurde ihm ein Platzverweis ausgesprochen.

Auch in der Innenstadt verlief die letzte Nacht eher ruhig. Allerdings waren die Einsatzkräfte hier bis in die Morgenstunden beschäftigt.

Eine besorgte Mutter rief nach Mitternacht Polizei und Rettungsdienst, da ihr 17-jähriger Sohn stark alkoholisiert von der Bergkirchweih nach Hause kam und alkoholbedingt gesundheitliche Probleme bekam. Der Jugendliche wollte sich jedoch nicht behandeln lassen und versteckte sich im Garten. Gegenüber den Einsatzkräften wurde er aggressiv und bedrohte die Polizeibeamten. Um den jungen Mann unter Kontrolle zu bekommen, mussten ihm sogar Handfesseln angelegt werden. Schließlich wurde er in eine Klinik eingeliefert.

Drei Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren legten in einer Innenstadtkneipe eine Zeche von etwas über 30,– Euro hin ohne zu bezahlen. Als sie vom Barkeeper zum Zahlen aufgefordert wurden, fingen sie an, das Personal zu beschimpfen. Schließlich mussten die drei jungen Männer aus dem Lokal gebracht werden.

 

Resümee der 262. Bergkirchweih aus polizeilicher Sicht

Mit der Morgendämmerung ist am Dienstag auch für die Erlanger Polizei die 262. Bergkirchweih zu Ende gegangen. Die zurückliegenden 12 Tage waren für die Polizei arbeitsintensiv und einsatzreich. Dennoch darf im Fazit auf einen überwiegend friedlichen Festverlauf zurückgeblickt werden. Mit insgesamt 274 registrierten Straftaten liegt die Zahl etwas unter dem Vorjahresniveau.

So wurden auf dem Festgelände als auch im Rahmen der „After-Berg-Veranstaltungen“ in der Innenstadt insgesamt 62 Körperverletzungsdelikte registriert. Lag die Anzahl der Körperverletzungen nach dem ersten Wochenende noch deutlich unter den Vorjahreswerten, so entspricht die Gesamtzahl nach 12 Tagen etwa den Zahlen des letzten Jahres, hier waren es 63 Fälle.

Trotz dreier Angriffe, bei denen ein Maßkrug als Schlagwerkzeug benutzt wurde, kam es glücklicherweise bei keinem der Geschädigten zu schwerwiegenden Verletzungen. Allerdings spielte die Alkoholisierung der Tatbeteiligten eine erhebliche Rolle. So wurden bei den Beteiligten Alkoholwerte bis knapp unter 2,8 Promille festgestellt.

Auf sowie im Umfeld des Festgeländes kam es bedauerlicherweise zu zehn Übergriffen auf Frauen. Bei fast allen Fällen handelt es sich um unsittliches „Begrapschen“. (In fünf Fällen ermittelt die Kriminalpolizei wegen sexueller Nötigung.) Vier Tatverdächtige konnten festgenommen werden. Gegen zwei Tatverdächtigte wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen.

Insgesamt erhielten neun Personen, zum Teil bereits vor Beginn der Bergkirchweih, ein Ortsbetretungsverbot für das Festgelände bzw. Bereiche der Innenstadt während der „After-Berg-Veranstaltungen“.

Leider verschwanden im dichten Gedränge auf dem Festgelände zahlreiche Handtaschen und Wertgegenstände. Mit 43 gemeldeten Delikten liegt die Gesamtzahl leicht unter dem Vorjahresniveau. Trotz zahlreicher Appelle, insbesondere eines eigens dafür eingerichteten Infostandes der Polizei, gingen leider wiederum zahlreiche Bergbesucher sorglos mit ihren Wertgegenständen in der Menschenmenge um und ließen Taschen sowie Rucksäcke unbeaufsichtigt.

In den meisten Fällen hatten es die Täter auf Mobiltelefone und Geldbörsen abgesehen, die entweder aus abgestellten Handtaschen oder gar aus Hosentaschen heraus entwendet wurden. Äußerst dreist ging hierbei 38-jähriger Mann vor, der einem Festbesucher das Mobiltelefon einfach aus der Hand nahm, während dieser telefonierte.

Während der Festtage registrierte die Polizei 19 Fahrraddiebstähle um das Festgelände herum (Vorjahr 13).

Die Einsatzkräfte konnten vier Täter unmittelbar nach der Tatausführung festnehmen und die gestohlenen Räder sicherstellen.

Bei den durchgeführten Jugendschutzkontrollen stellte die Polizei deutlich weniger alkoholisierte Jugendliche als in den Vorjahren fest. Zwei der kontrollierten Jugendlichen waren jedoch so stark alkoholisiert, dass sie in eine Klinik eingeliefert werden mussten.

Obwohl die Polizei im Vorfeld in den Medien – heuer das erste Mal auch in den sozialen Netzwerken – vor den Folgen von Alkohol im Straßenverkehr warnte und Kontrollen ankündigte, verhielten sich zahlreiche Verkehrsteilnehmer uneinsichtig. So stellte die Polizei während der vergangenen zwölf Festtage 49 alkoholisierte Auto- und Radfahrer fest.

Mit 1,9 Promille verursache ein Pkw-Fahrer einen Verkehrsunfall. Von der Ebradstraße fuhr der 20-jährige Autofahrer in eine Grünanlage, wo sich zur Unfallzeit mehrere Passanten aufhielten. Einige von ihnen versuchten den Pkw aufzuhalten, was zunächst nicht gelang. Der Fahrzeugführer stieß gegen einen Laternenmast, ein abgestelltes Fahrrad und streife einen Baum. Anschließend gelang es den beherzt eingreifenden Passanten die Weiterfahrt bis zum Eintreffen der Polizei zu unterbinden.

Bedauerlicherweise ereignete sich bereits am ersten Tag der Bergkirchweih ein Verkehrsunfall mit einem getöteten und einem schwerverletzten Fahrradfahrer in Möhrendorf. Der alkoholisierte Unfallverursacher war zuvor auf der Bergkirchweih, entwendete anschließend einen Kleintransporter und fuhr damit erheblich alkoholisiert in Richtung Möhrendorf.

In Feierlaune fielen während des Festbetriebes zwei Personen von einer Bierbank und anschließend noch mehrere Meter die Böschung hinab. Eine junge Frau wurde von einer zusammenbrechenden Bierbank getroffen. Die drei verletzten Personen mussten vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden.

Erhebliche Verletzungen zogen sich zwei Mitarbeiter einer Imbissbude beim Hantieren mit heißem Fett zu.

Deutlich ging die Anzahl der gemeldeten Sachbeschädigungen zurück, waren es im Vorjahr noch 36 Delikte, wurden aktuell lediglich 25 Fälle registriert.

In der Mehrzahl dieser Fälle ließen alkoholisierte Festbesucher ihren Übermut an geparkten Autos aus und beschädigten diese.

Neun Personen wurden hierbei von den Einsatzkräften der Polizei auf frischer Tat betroffen.

Auffällig war, dass sich viele der Festbesucher bei den eingesetzten Polizeibeamten für die geleistete Arbeit bedankten. Nur ein verschwindend geringer Anteil trat den Polizeikräften aggressiv gegenüber. So kam es in sieben Fällen zu Angriffen bzw. Widerstandshandlungen gegen die Polizei. Glücklicherweise wurde hierbei keiner der Beamten schwerer verletzt.

Die im Vorfeld befürchteten Probleme bei den Zugangskontrollen durch uneinsichtige Festbesucher bestätigen sich aus polizeilicher Sicht in keinster Weise, nur in wenigen Ausnahmefällen musste der Sicherheitsdienst von der Polizei unterstützt werden.

Neben der Erlanger Polizei waren zur Bewältigung der polizeilichen Aufgaben Einsatzkräfte aus ganz Mittelfranken eingesetzt. Darüber hinaus kamen Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg und Würzburg zur Unterstützung ihre Erlanger Kollegen.

Während der sogenannten „After-Berg-Feiern“ setzte die Polizei auf das bewährte Konzept, an neuralgischen Punkten Präsenz zu zeigen. Darüber hinaus wurden aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage zusätzliche Straßensperren errichtet.

Insgesamt hatte die Polizei während der 12 Festtage etwas mehr als 650 Sachverhalte abzuarbeiten, wovon sich knapp 2/3 nicht auf dem Berggelände, sondern in der Innenstadt bei den Nachfeiern zugetragen haben.

Am Dienstagmorgen nahm zwar das Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit der Bergkirchweih ein Ende, jedoch wird die Abarbeitung der angezeigten Delikte die Erlanger Polizei noch viele Wochen beschäftigen und getreu dem „Herberger-Motto“ nach dem Berg ist vor dem Berg, die konzeptionellen Planung zur Bergkirchweih 2018 beginnen mit der Nachbereitung des diesjährigen Einsatzgeschehens.

 

„Bei den hier angezeigten Meldungen handelt es sich um die Originalmeldungen der jeweiligen Polizeidienststellen. Die Inhalte wurden nicht von der Redaktion überarbeitet. radio-bamberg.de ist für die Inhalte nicht verantwortlich.“