Polizeibericht 04.07.2017

Stadt und Landkreis Forchheim:

 

Ebermannstadt Aus einem Drogeriemarkt im Markgrafenweg versuchte Montagmittag ein 44-jähriger Armenier Kosmetikartikel im Wert von knapp 120 Euro zu entwenden. An der Kasse bezahlte er geringwertige Artikel in Höhe von vier Euro und hatte das Diebesgut in seiner Umhängetasche versteckt. Beim Verlassen des Geschäfts schlug die Warnanlage an und er wurde von der Marktleiterin bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die Staatsanwaltschaft Bamberg ordnete eine Sicherheitsleistung an, da der Mann in Deutschland keinen Wohnsitz hat.

 

Gräfenberg Montagabend befuhr ein 22-jähriger VW-Fahrer die Kreisstraße von Haidhof kommend in Richtung Thuisbrunn. Auf der Strecke überholte ihn dann ein zunächst unbekannter Fahrer eines Mercedes Cabrio und es kam zum Streifvorgang der beiden Fahrzeuge. Ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern, entfernte sich der Überholer von der Unfallstelle. Durch den Geschädigten konnte das Kennzeichen abgelesen werden. Kurze Zeit später wurde der 37-jährige Verursacher zu Hause angetroffen. Er muss nun mit einer Anzeige wegen Unfallflucht rechnen. Der entstandene Schaden wird auf etwa 1500 Euro geschätzt.

 

Ebermannstadt Am Ortsende Gasseldorf in Richtung Unterleinleiter führten Beamte der PI Ebermannstadt am Montagnachmittag, zwischen 13.15 Uhr und 15.15 Uhr, eine Lasermessung durch. Insgesamt durchfuhren sieben Fahrzeugführer die Kontrollstelle mit überhöhter Geschwindigkeit. Der „Schnellste“ wurde mit 67 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen.

 

Forchheim. Zu einem Verkehrsunfall kam es am Montagmorgen in der Heinrich-Soldan-Straße, wobei ein 14-jähriger Radfahrer einen 23-jährigen Pkw-Fahrer übersah und mit diesem kollidierte. Es entstand ein Gesamtsachschaden von 1.300,– Euro, verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

 

Auch in der Unteren Kellerstraße übersah ein 54-jähriger Pkw-Fahrer eine vorfahrtsberechtige 66-jährige Fahrerin eines Opel Mokka, sodass es zu einem Unfall kam. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden von ca. 8.000,– Euro.

 

Forchheim. Als die 22-jährige BMW-Fahrerin am Montagnachmittag zu ihrem in der Wallstraße gegenüber der Martin-Schule geparkten Fahrzeug kam, musste sie feststellen, dass ein bislang unbekannter Täter an ihrer Frontstoßstange einen Schaden verursacht hatte. Die Schadenshöhe beläuft sich auf ca. 2.000,– Euro. Wer Hinweise zu dem Vorfall geben kann, wendet sich bitte jederzeit an die Polizeiinspektion Forchheim unter der Telefon-Nr. 09191/7090-0

 

Forchheim. Am Montagmorgen wurde ein 59-jähriger auf der Willy-Brandt-Allee einer Verkehrskontrolle unterzogen. Er gab an, seinen Führerschein vergessen zu haben. Dass er bereits seit 2014 keine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen mehr hat, verschwieg er den Beamten zunächst. Er wird sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen.

 

Forchheim. Ein Zeuge meldete am Montagabend eine Gruppe junger Männer, die sich auf einem Betriebsparkplatz in der Zweibrückenstraße befanden und sich prügelten. Bei Eintreffen der Streifen widersetzten sich zwei der teilweise stark-alkoholisierten Jugendlichen der Festnahme, bedrohten und beleidigten zudem noch die eingesetzten Beamten.

 

 

Bamberg Stadt:

 

Bamberg. Am Montagmittag um 13.15 Uhr wurde in einem Kaufhaus in der Innenstadt  eine 47-jährigen Frau beim Diebstahl von  ein paar Schuhen im Wert von 20 Euro ertappt.  Der Diebstahl flog auf, als beim Verlassen des Geschäfts die Alarmanlage anschlug.

 

BAMBERG. In einem Geschäft im Bamberger Norden wurde am Montagnachmittag ein 26-jähriger Mann beim Diebstahl von Schuhen und Tabak im Gesamtwert von knapp 140 Euro vom aufmerksamen Personal ertappt. Der Langfinger wollte seine Beute versteckt in einem Rucksack durch den Kassenbereich schmuggeln.

 

Bamberg. Am Dienstag um 04.50 Uhr versuchte ein 21-Jähriger Mann in der Pödeldorfer Straße Kleidungsstücke aus einem Altkleidercontainer herauszuziehen. Der Täter wurde beobachtet und die Polizei verständigt, die ihn festnehmen konnte. Der 21-Jährige muss sich wegen versuchten Diebstahls verantworten.

 

BAMBERG. In der Zeit von Freitag, 30.06.2017, bis Montag, 03.07.2017, verschaffte sich ein unbekannter Täter Zutritt zu einem Bürogebäude am Wilhelmsplatz. Aus einem Büro wurde ein Laptop, ein Headset sowie eine Kaffeetasse im Gesamtwert von 650 Euro entwendet. Bei der Kaffeetasse handelt es sich um ein auffälliges hochwertiges Unikat. Hinweise zum Verbleib der Tasse sowie Täterhinweise nimmt die PI Bamberg-Stadt unter Tel.: 0951/9129-210 entgegen.

 

BAMBERG. Von einem Fußweg aus hat am Samstag, gegen 18.00 Uhr, ein Unbekannter mit einem Pfeil gegen die Jalousie eines Wohnanwesens  in der Burgheimer Lage im zweiten Stock geschossen. Dadurch entstanden an den Lamellen Eindellungen, weiterhin war noch deutlich ein Einschussloch zu sehen. Der 13- bis 18-jährige Unbekannte trug eine Strickmütze und flüchtete anschließend. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf etwa 50 Euro. Täterhinweise nimmt die PI Bamberg-Stadt unter Tel.: 0951/9129-210 entgegen.

 

BAMBERG. In der Zeppelinstraße stießen am Montag, kurz nach 18.00 Uhr, zwei Autos im Begegnungsverkehr zusammen. Am Ford und am Fiat wurden jeweils die linken Fahrzeugseiten in Mitleidenschaft gezogen, weshalb Sachschaden von insgesamt 5000 Euro entstanden ist.

 

Bamberg. Am Dienstagfrüh, kurz nach 02.00Uhr,  wurde ein 26-Jähriger Radfahrer in der Innenstadt einer  Verkehrskontrolle unterzogen. Bei einem Alkoholtest brachte er es auf 1,7 Promille, weshalb eine Blutentnahme im Krankenhaus unumgänglich war.

 

 

Bamberg-Land:

 

BISCHBERG. Ein schwarzes Herrenrad im Wert von 100 Euro entwendeten unbekannte Täter in der Zeit von Sonntagfrüh bis Montagabend. Das unversperrte Fahrrad befand sich in einer unversperrten Garage in der Himmelreichstraße. Wer kann Angaben über den Verbleib des Rades bzw. zum Dieb machen? Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310,  entgegen.

 

 

Verkehrspolizei Bamberg:

 

STEGAURACH, LKR. BAMBERG. Ein Autobesitzer beobachtete am Montag, gegen 19.15 Uhr, an der Sparkasse in Stegaurach, einen Mann, als dieser gegen einen Pkw urinierte. Anschließend setzte sich der sichtlich Betrunkene in das Fahrzeug, einen Porsche, und fuhr in starken Schlangenlinien los. Auf dem Parkplatz eines Discounters in der Gereuthstraße in Bamberg trafen Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Bamberg den Pkw an. Ein Alco-Test ergab bei dem 30-jährigen Fahrer einen Wert von 2,64 Promille. Da der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, ordnete das Gericht eine Sicherheitsleistung an. Diese konnte der Mann nicht bezahlen. Deshalb wurde der Pkw beschlagnahmt und abgeschleppt. Die Verkehrspolizeiinspektion Bamberg sucht in diesem Zusammenhang unter Tel. 0951/9129-510 zwei Frauen mit Kinderwagen, die in Stegaurach beobachtet haben könnten, wie der Beschuldigte gegen den Pkw urinierte.

 

 

Oberfranken:

 

MARKTREDWITZ, LKR. WUNSIEDEL. Unmittelbar zur Beginn einer Fahrzeugkontrolle durch Zollbeamte auf der B303 in der Nacht zum Montag flüchteten zwei Insassen zu Fuß. Im Zuge einer eingeleiteten Fahndung konnte ein Mann vorläufig festgenommen werden. Wie sich später herausstellte brachen die beiden Flüchtigen zuvor in eine Tankstelle in Arzberg ein und entwendeten Zigaretten. Gegen den Festgenommenen erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof Haftbefehl. Die Kriminalpolizei Hof ermittelt. Kurz nach 3 Uhr fiel einer Streifenbesatzung des Zolls auf der B303 der verdächtige Wagen auf und sollte kurz darauf angehalten werden. Nachdem das Fahrzeug stand, rannten die beiden Insassen unvermittelt in Richtung Lorenzreuth davon. Mit Unterstützung von Streifenbesatzungen der Wunsiedler und Marktredwitzer Polizei sowie der Bundespolizei fahndeten die Beamten nach den beiden Männern. Kurz nach 5 Uhr entdeckte ein Anwohner aus Marktredwitz einen Verletzten und wählte den Notruf. Wie sich vor Ort herausstellte, handelte es sich um einen der Flüchtigen. Der 43-jährige Rumäne wurde vorläufig festgenommen und kam mit Verletzungen, die er sich wohl bei einem Sturz auf seiner Flucht zuzog, in ein Krankenhaus. Von dem zweiten Mann fehlt bislang jede Spur. Bei der Durchsuchung des am Kontrollort zurückgelassenen Fahrzeugs entdeckten die Ermittler Aufbruchswerkzeug sowie zahlreiche Zigaretten und stellten diese zusammen mit dem Auto sicher. Überprüfungen an relevanten Objekten führten kurz darauf auch zu einem Tatort. Demnach drangen die Einbrecher in eine Tankstelle in Arzberg in der Marktredwitzer Straße ein und entwendeten Zigaretten im Wert von mehreren tausend Euro. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof erging am Dienstagnachmittag Haftbefehl gegen den Mann. Das Fachkommissariat für Einbruchdiebstähle bei der Kripo Hof hat die weiteren Ermittlungen übernommen. In diesem Zusammenhang bittet die Kriminalpolizei Hof um Hinweise zu verdächtigen Wahrnehmungen in der Tatnacht rund um die Tankstelle in der Marktredwitzer Straße unter der Tel.-Nr. 09281/704-0.

 

COBURG. 50 Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Straße Am Ölberg mussten am späten Montagnachmittag aufgrund einer starken Rauchentwicklung ihre Wohnungen verlassen. Wie sich herausstellte, hatte ein Jugendlicher gezündelt und dadurch Gegenstände in Brand gesetzt. Gegen 17.20 Uhr bemerkte ein Anwohner die Rauchentwicklung aus dem Kellerbereich und setzte einen Notruf ab. Als kurz darauf eine Streife der Polizei Coburg eintraf, drang weiterhin dichter Rauch aus dem Keller. Zusammen mit den alarmierten Feuerwehrleuten brachten sie 50 Personen aus dem 7-stöckigen Gebäude. Dabei zogen sich eine Polizistin und der Mitteiler jeweils leichte Rauchvergiftungen zu und mussten kurz behandelt werden. Die Kameraden der Feuerwehr konnten den Brandherd im Bereich eines sonst leeren Kellerabteils lokalisieren. Hier befanden sich brennende Gegenstände, nach deren Löschung die Rauchentwicklung beendet werden konnte. Im Keller entstand Schaden in Form von verrußten Wänden in Höhe von zirka 1.000 Euro. Im Zuge der Sachbearbeitung ergaben sich Hinweise auf einen jugendlichen Tatverdächtigen, der die Gegenstände in Brand gesetzt haben soll. Gegen ihn richten sich nun die Ermittlungen des Fachkommissariats der Coburger Kriminalpolizei.

 

A9 / MÜNCHBERG, LKR. HOF. Nach dem tragischen Busunglück am Montagmorgen auf der A9 auf Höhe Stammbach, bei dem 18 Menschen ums Leben kamen, werden die Ermittlungen zur Klärung der Ursache und Umstände seitens der beteiligten Polizeidienststellen und der Staatsanwaltschaft Hof weiter intensiv fortgeführt. Ein Großteil der betroffenen Angehörigen der Verstorbenen konnte zwischenzeitlich verständigt werden. Bis zur Beendigung der Unfallaufnahme, Bergung der Fahrzeuge und Reinigung der Fahrstreifen, blieb die Fahrbahn in Richtung Süden bis in die Abendstunden komplett gesperrt. Am Montagmorgen, kurz nach 7 Uhr fuhr der Reisebus bei sich stauendem Verkehr auf einen vorausfahrenden Sattelzug mit Anhänger auf. Bereits kurz darauf stand der mit 46 Fahrgästen und zwei Fahrern besetzte Bus in Flammen. Auch der Anhänger ging in Flammen auf. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk war schnell am Unfallort. Die Gesamtanzahl belief sich auf zeitweise auf über 200 Einsatzkräfte. 30 Fahrgäste hatten den Bus, der rasch in Vollbrand geriet, noch rechtzeitig verlassen können. Sie mussten mit zum Teil schweren Verletzungen notärztlich versorgt und mit Rettungshubschraubern und dem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Suchmaßnahmen nach den vermissten, weiteren Fahrgästen, auch mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera, im näheren Umfeld der Unfallstelle verliefen zunächst ohne Ergebnis. Nach weiteren Untersuchungen in dem ausgebrannten Fahrzeugwracks bewahrheiteten sich die Befürchtungen, dass die verbleibenden 18 Personen in dem brennenden Reisebus ums Leben gekommen waren. Nach weiteren umfangreichen kriminalpolizeilichen Maßnahmen erfolgten am Nachmittag die Bergung und der Abtransport der sterblichen Überreste. Die Opfer unter den Reisegästen waren im Alter von 66 bis 81 Jahren. Spezialisten der Rechtsmedizin Erlangen übernehmen mit Unterstützung von Beamten des Bundeskriminalamts die Identifizierung der Toten, unter denen auch der 55-jährige Fahrer des Busses ist. Der Fahrer des Lastwagens blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft kamen zudem sowohl ein Verkehrsunfallsachverständiger als auch ein Brandsachverständiger an die Unfallstelle und unterstützten die aufnehmenden Beamten der Verkehrspolizei Hof bei der Klärung der Unfallursache. Nach vorläufiger Einschätzung beider Sachverständiger liegen bisher keine Hinweise darauf vor, dass der Reisebus bereits vor dem Aufprall auf den Anhänger gebrannt hat. Vieles spricht dafür, dass bei dem Bus erst aufgrund der Kollision mit dem Anhänger Feuer ausgebrochen ist. Zwei Staatsanwältinnen aus Hof führten vor Ort in Abstimmung mit den drei Sachverständigen und den Einsatzkräften die Ermittlungen. Mitarbeiter eines Kriseninterventionsteams kümmerten sich um Verletzte, Angehörige und Einsatzkräfte. Inzwischen konnten sieben leicht verletzte Businsassen die Krankenhäuser wieder verlassen, 23 weitere Personen befinden sich mit schweren Verletzungen noch in stationärer Behandlung. Bei drei von ihnen besteht Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft Hof führt wegen des Verkehrsunfalls ein Ermittlungsverfahren. In diesem Zusammenhang richtet sich der Verdacht bezüglich des Unfallverursachers zum momentanen Stand allein gegen den verstorbenen Fahrer. Im Zuge der Ermittlungen erfolgten am Firmensitz des Busunternehmens in Sachsen Durchsuchungsmaßnahmen sowie Sicherstellungen in Bezug auf den Reisebus und die beiden Busfahrer. Deren Auswertung wird mit Nachdruck betrieben. In den frühen Abendstunden erfolgte die aufwändige Bergung der beiden Fahrzeugwracks, bei der unter anderem ein Kran zum Einsatz kam. Die Fahrzeuge sind auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hof für weitere Begutachtungen sichergestellt. Nach umfangreichen Reinigungsarbeiten der Fahrspuren durch eine Spezialfirma sowie der Autobahnmeisterei Münchberg, die zudem für weitere Verkehrsmaßnahmen im Einsatz war, konnte die Fahrbahn in Richtung Süden gegen 20.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Inwieweit es durch das Verhalten von Verkehrsteilnehmern im Zusammenhang mit der Anfahrt von Einsatz- und Rettungskräften zu erheblichen Behinderungen oder zu strafbarem Verhalten gekommen ist, wird derzeit mit den Einsatzkräften abgeklärt. Sollte sich ein Anfangsverdacht hierfür ergeben, wird auch in diese Richtung mit Nachdruck ermittelt werden.

 

 

„Bei den hier angezeigten Meldungen handelt es sich um die Originalmeldungen der jeweiligen Polizeidienststellen. Die Inhalte wurden nicht von der Redaktion überarbeitet. radio-bamberg.de ist für die Inhalte nicht verantwortlich.“