Polizeibericht 02.08.2017

Bamberg Stadt:

 

Bamberg. In der Kettenbrückstraße wurde am Dienstagabend, in der Zeit zwischen 20.15 Uhr und 22.15 Uhr, ein rot-schwarzes Mountainbike der Marke Sabotage entwendet. Das Rad, mit einem Zeitwert von etwa 100 Euro, war mit einem Spiralschloss versperrt. Zeugenhinweise nimmt die PI Bamberg-Stadt unter der Rufnummer 0951/9129-210 entgegen.

 

Bamberg. Am Dienstagabend, gegen 17.40 Uhr, fiel einem aufmerksamen Zeugen ein 25-jähriger Mann auf, der ein Bekleidungsgeschäft in der Innenstadt sehr schnell und auffällig verließ. Der Zeuge folgte dem Mann, konnte ihn kurz darauf anhalten und zurück in das Bekleidungsgeschäft begleiten. Bei der Durchsuchung des Rucksacks des Mannes wurde dann tatsächlich eine aus dem Modegeschäft stammende und von dort entwendete Weste im Wert von knapp 70 Euro aufgefunden. Weiterhin fanden sich im Rucksack noch eine Sonnenbrille und Unterwäsche, die vermutlich auch aus einem Diebstahl stammen, sowie der Rucksack selbst auch. Den Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Diebstahls.

 

Bamberg. Am Dienstagnachmittag wurde am Waldparkplatz in der Buger Straße ein silberner Golf an der linken Seite der vorderen Stoßstange beschädigt. Wie von einer Zeugin beobachtet, hatte der Unfallverursacher den Pkw des Geschädigten beim Ausparken touchiert und anschließend seine Fahrt fortgesetzt. Der hierbei verursachte Sachschaden beläuft sich etwa auf 500 Euro. Durch die Feststellungen der aufmerksamen Zeugin konnte der 56-jährige Unfallverursacher bereits ermittelt werden.

 

Bamberg. Am Dienstag, gegen 14.00 Uhr, erlitt eine 78-jährige Fahrradfahrerin in der Luitpoldstraße einen Schwächeanfall und stürzte in der Folge von ihrem Fahrrad. Bei dem Sturz zog sich die Frau eine Fraktur am linken Unterarm zu und wurde deshalb zur Behandlung ins Klinikum Bamberg verbracht.

 

 

Bamberg-Land:

 

WÜRGAU. Einen Stromtransformator am Umspannwerk in der Bayernwerkstraße beschädigten unbekannte Täter in der Nacht zum Montag vermutlich mit einer Schusswaffe. Dadurch fing das im Transformator befindliche Öl Feuer und die Schutzabdeckung des Kopfteiles platzte ab. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.000 Euro. Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht und kann Hinweise auf die Täter geben? Meldungen erbittet die Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310.

 

DÖRFLEINS. In der Zeit vom 1. Juli bis 1. August beschädigten Unbekannte einen Verteilerkasten auf einem Feldweg zwischen Hallstadt und Dörfleins. Der Sachschaden wird auf etwa 1.500 Euro beziffert. Wem sind verdächtige Personen aufgefallen? Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310,  entgegen.

 

HALLSTADT. Einen auf einem Parkplatz am Laubanger versperrt abgestellten Behälter für Altbatterien öffneten unbekannte Täter in der Zeit von Samstagnacht bis Montagvormittag gewaltsam. Die Diebe entwendeten ca. 1 Tonne Altbatterien für Motorräder im Wert von 1.500 Euro. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 50 Euro. Wem sind im Bereich des Parkplatzes verdächtige Personen bzw. Fahrzeuge aufgefallen und kann Hinweise auf die Täter geben? Meldungen erbittet die Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310.

 

HIRSCHAID. Mit einem Stein schlugen unbekannte Täter am Montag, gegen 21 Uhr, die Seitenscheibe eines in der Alleestraße abgestellten Kühllasters ein und öffneten auf diese Weise die Beifahrertüre. Aus dem Lkw wurde jedoch nichts entwendet. Der entstandene Sachschaden beträgt ca. 1.000 Euro. Zur besagten Zeit wurden von Zeugen zwei Jugendliche im Alter von 12 – 13 Jahren, die mit Mountainbikes unterwegs waren, gesehen. Einer von ihnen trug ein neon-/hellgrünes T-Shirt und führte einen dunklen Rucksack mit sich. Der andere war mit einem dunkelblauen oder schwarzen T-Shirt bekleidet. Als sie von Zeugen angesprochen wurden, flüchteten die beiden in Richtung des alten Sportplatz. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310,  in Verbindung zu setzen.

 

SCHLÜSSELFELD. Beim Abbiegen von der Batschkastraße nach rechts in die Aschbacher Straße übersah am Dienstagnachmittag ein 51-jähriger Lkw-Fahrer die Vorfahrt eines 30-jährigen BMW-Fahrers. Beim Zusammenstoß entstand an den beiden Fahrzeugen ein Gesamtsachschaden in Höhe von 7.000 Euro. Der BMW-Fahrer musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Freiwillige Feuerwehr Schlüsselfeld war vor Ort und übernahm die Verkehrsregelung sowie die Säuberung der Fahrbahn.

 

 

Forchheim Stadt und Land:

 

Forchheim. Am Dienstagfrüh befuhr eine 62-jährige Radfahrerin die Äußere Nürnberger Straße. An der Ampel wurde sie sodann von einem weißen Kastenwagen, der ohne zu blinken nach rechts in die Hans-Böckler-Straße abbog wohl übersehen und konnte nur durch eine Vollbremsung einen Zusammenstoß verhindern. Sie stürzte und wurde leicht verletzt. Der Fahrer des weißen Kastenwagens entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Die Polizeiinspektion Forchheim sucht nun nach Zeugen dieses Vorfalls.

 

Forchheim. Nur wenige Stunden stellte am Montagabend ein Rentner-Ehepaar seine Fahrräder für den Besuch des Annafestes in der Wilhelm-Hauff-Straße ab. Die jeweils mit Spiralschloß versperrten Räder der Marken Boss und KTM hatten einen Gesamtwert von 400,– Euro. Hinweise erbittet die Polizeiinspektion Forchheim, Telefon: 09191/7090-0.

 

Forchheim. Verschiedene Werkzeuge im Gesamtwert von 500,– Euro entwendete ein bislang unbekannter Täter in der Zeit von Freitag, 28.07.2017, 13:00 Uhr bis Dienstag, 01.08.2017, 08:00 Uhr von einer Baustelle im Bereich Pilatus Campus. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Forchheim in Verbindung zu setzen unter der Telefonnummer: 09191/7090-0.

 

Ebermannstadt: Verletzt wurde am Dienstagvormittag am Kirchenplatz der Mitarbeiter einer Firma für Umzugsarbeiten. Als der 47-Jährige den Rohrständer einer Klassenzimmertafel in einen Lkw verbringen wollte, setzte sich gleichzeitig ein Drahtseilzug in Bewegung. Dabei wurden mehrere Finger der linken Hand eingequetscht. Der Mann wurde zum Glück nur leicht verletzt und anschließend in einer Arztpraxis ambulant behandelt.

 

Hallerndorf: Eine Pkw-Fahrerin, die am vergangenen Sonntag auf der Staatsstraße Richtung Hallerndorf fuhr, kollidierte nach dem Ortsausgang Willersdorf auf Höhe des Waldstückes mit einem Reh, das die Fahrbahn überquerte. Nach dem Zusammenprall rannte das verletzte Tier davon. Zu diesem Zeitpunkt hielt es die 37-jährige Fahrzeugführerin nicht für erforderlich, die Polizei oder einen Jagdpächter zu verständigen. Aufgrund des Sachschadens an ihrem Auto ging sie erst zwei Tage später zur nachträglichen Unfallaufnahme zur Polizeiinspektion Ebermannstadt. Die Frau erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen eines Verstoßes nach dem Bayerischen Jagdgesetz.

 

 

Oberfranken:

 

Busunglück mit 18 Toten – Erste Ermittlungsergebnisse

A9 / MÜNCHBERG, LKR. HOF. Nach dem tragischen Busunglück am 03.07.2017 auf der A9 auf Höhe Stammbach, bei dem 18 Menschen ums Leben kamen, liegen der Verkehrspolizei Hof und der Staatsanwaltschaft Hof jetzt erste Ermittlungsergebnisse vor.

Informationen zu den Fahrzeugen und den Fahrern

Der Lastwagen mit Anhänger war unterwegs von der Ukraine nach Frankreich. Beladen waren die beiden Container mit insgesamt 5.250 Kilogramm Schaumstoffkissen. Technische Mängel lagen nicht vor, die Lenk- und Ruhezeiten wurden vom Fahrer eingehalten. Die letzte Pause von etwa einer Stunde fand 19 Kilometer vor der Unfallstelle statt.

Der Reisebus, Baujahr 2013 war mit ABS und ESP ausgestattet, verfügte ansonsten jedoch über keine Assistenzsysteme. Er hatte zwei verbundene Kraftstofftanks. Diese befanden sich vorne rechts (500 Liter) und vorne links (300 Liter) jeweils vor der Vorderachse. Ebenfalls vorne links befanden sich die beiden Autobatterien und die Drucklufttanks. Bei Abfahrt war der Bus vollgetankt. Der Bus hatte keine technischen Mängel. Der Fahrer des Busses hatte das Wochenende vor dem Unfalltag frei. Er hat in Dresden gegen 4.50 Uhr das Steuer übernommen. Lenk- und Ruhezeiten wurden eingehalten. Zu beiden Fahrern liegen keinerlei sonstige polizeiliche Erkenntnisse vor.

Zum Fahrtverlauf des Reisebusses

Der Bus befand sich auf einer Fahrt von Dresden nach Italien. Abfahrt war gegen 0.30 Uhr ab dem Betriebsgelände des Busunternehmens im Landkreis Görlitz. Zunächst wurde eine „Sammelfahrt“ bis Dresden durchgeführt, bei welcher Fahrgäste aufgenommen wurden. Abfahrt in Dresden mit den letzten zugestiegenen Fahrgästen war gegen 4.50 Uhr. An Bord befanden sich ab Dresden 46 Fahrgäste im Alter zwischen 41 und 81 Jahren und die beiden 55- und 43-jährigen Fahrer. Die erste Pause war nach etwa 2:30 Stunden Fahrtzeit geplant.

 

Zum Unfallgeschehen

Der Unfall fand auf der BAB 9 in Fahrtrichtung Süden zwischen den Anschlussstellen Münchberg-Süd und Gefrees bei km 280 in Höhe des Ortes Stammbach statt. Die Unfallstelle liegt rund 2,5 Kilometer nach dem Beginn der baustellenbedingten Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkw auf 120 km/h und etwa 900 Meter vor dem Baustellentrichter, in dem die drei Fahrspuren auf zwei Spuren zusammengeführt werden. Zum Unfallzeitpunkt um kurz nach 7 Uhr kam es auf der rechten Spur zu stockenden Verkehr bis in den Bereich der Unfallstelle.

Beide Fahrzeuge befanden sich bereits seit längerem auf der rechten der drei Fahrspuren. Der Fahrer des Lastwagens reduzierte seine Geschwindigkeit schrittweise von um die 80 km/h auf 28 km/h. Die Analyse der Diagrammscheibe erbrachte, dass es sich um einen normalen Bremsvorgang gehandelt hat. Daraufhin fuhr der Bus von hinten in Folge einer Unaufmerksamkeit des Fahrers mit einer Anstoßgeschwindigkeit von etwa 60 bis 70 km/h auf den Anhänger auf, wobei der Fahrer noch versuchte, nach rechts Richtung Standstreifen auszuweichen und wohl im letzten Moment noch abbremste. Was die Ursache für diese Unaufmerksamkeit war, lässt sich nicht mehr aufklären.

Die Fahrzeuge kollidierten dadurch mit einer geringen Überdeckung von nur rund 60 cm. Diese relativ geringe Anstoßfläche führte dazu, dass der eigentliche Frontabschluss des Busses im Bereich des Fahrersitzes etwa 1,50 bis 2,00 Meter nach hinten verschoben wurde. In diesem Bereich sind die Drucklufttanks, die Batterie samt Elektrik und der Zusatztank verbaut. Dies löste einerseits elektrische Kurzschlüsse und die Bildung extrem heißer Lichtbögen im Bereich der Elektrik aus. Andererseits kam es zu einer Aufstauchung des Zusatztanks, welche diesen zum Zerplatzen brachte. Der herausspritzende und zerstäubte Kraftstoff entzündete sich unmittelbar beim Austreten durch die Lichtbogenbildungen, noch angefacht durch die entweichende Druckluft. Zudem war der Bus wegen der massiven Kollision im vorderen linken Bereich aufgerissen, wodurch sich Rauch und Feuer im Innenraum des Busses schlagartig ausbreiten konnten. Dadurch kam es in kürzester Zeit zum Vollbrand des Busses.

Während der 55-jährige Busfahrer auf dem Fahrersitz mit schweren Verletzungen eingeklemmt war, gelang es dem 43-jährigen Beifahrer zunächst die vordere Türe aufzudrücken. Im Zusammenwirken mit weiteren Fahrgästen konnte auch die hintere Türe geöffnet und nach dem Aufprall dort liegende Hindernisse im Abgangsbereich beseitigt werden. Ein Verlassen des Busses über die vordere Türe war nur schwer möglich, weil der Mittelgang im vorderen Bereich wegen der Deformierungen blockiert war. Weitere Insassen retteten sich über eingeschlagene Seitenscheiben mit einem Sprung nach draußen.

Die aus dem Bus entkommenen 30 Insassen waren zum Teil schwer verletzt. Für 17 Insassen und den Fahrer kam allerdings jede Hilfe zu spät. Die Männer und Frauen im Alter von 55 bis 81 Jahren dürften bereits nach kurzer Zeit auf Grund der starken Rauchentwicklung das Bewusstsein verloren haben. Nach der Bergung der sterblichen Überreste erfolgten im Institut für Rechtsmedizin in Erlangen die Obduktion und Identifizierung.

Ermittlungsergebnisse und Gutachten übereinstimmend

Zwischenzeitlich wurden die wesentlichen Ermittlungen durchgeführt. Die allermeisten überlebenden Businsassen – soweit bereits vernehmungsfähig – sowie die unbeteiligten Zeugen wurden vernommen. Die beauftragten Sachverständigen haben eine kurzgutachterliche Stellungnahme abgegeben. Diese beruht auch auf der Begutachtung eines baugleichen Vergleichsbusses. Zudem wurden zu sämtlichen Beteiligten und den Fahrzeugen alle verfügbaren Informationen zusammengetragen und ausgewertet.

Die Ergebnisse lassen derzeit keine vernünftigen Zweifel am dargestellten Ablauf des schrecklichen Busunglücks zu. Es stehen noch die abschließenden schriftlichen Gutachten der Sachverständigen aus. Aus momentaner Sicht ist nicht zu erwarten, dass sich noch wesentliche neue Erkenntnisse ergeben.

 

 

Mittelfranken:

In der Donato-Polli-Straße beobachtete eine Passantin am Dienstagabend zwei Jugendliche, die eine Rückleuchte eines Autos beschädigten und anschließend davon liefen.

Kurz vor 21:00 Uhr schlugen die beiden jungen Männer gegen das Rücklicht eines geparkten BMW, wodurch die Beleuchtungseinheit zu Bruch ging. Hierdurch entstand ein Sachschaden von ca. 100,– €. Obwohl die Zeugin die beiden Tatverdächtigen noch verfolgte, verlor sie die zwei aus den Augen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu den beiden Personen geben können. Die zwei Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben: Männlich, jugendliches Erscheinungsbild, einer trug ein weißes T-Shirt und eine kurze Hose, der zweite Tatverdächtige hatte ein buntes T-Shirt sowie eine dunkle Jeans an.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt, Telefon 09131 / 760-114, entgegen.

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