© Jens Wolf

Polizei setzt 34 Jahre nach Mord auf Trauregister

Nürnberg/Frankfurt (dpa) – Bei der Aufklärung eines 34 Jahre zurückliegenden Doppelmordes setzt die Polizei auf die Mithilfe von bayerischen und hessischen Standesämtern sowie Kirchengemeinden. Die Ermittler hoffen, dass deren Trauregister Hinweise auf die Identität der noch immer unbekannten Opfer geben können. «Wir müssen uns an jeden Strohhalm klammern», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken in Nürnberg am Donnerstag angesichts des jahrzehntealten Falls. Die Beamten haben demnach die zuständigen Stellen gebeten, in ihren Unterlagen nachzuschauen, wer dort Anfang April 1981 geheiratet hat.

Hintergrund ist, dass die zwei Opfer – ein Mann und eine Frau – Eheringe mit entsprechend eingraviertem Datum trugen. Die brennenden Leichen der beiden waren Ende April 1983 auf einem Rastplatz an der Autobahn 3 bei Erlangen in Bayern entdeckt worden.

Neue Ermittlungsansätze hätten die Polizei nun zu den Anfragen bei den Ämtern und Gemeinden bewogen, berichtete der Sprecher weiter. Details nannte er aus «ermittlungstaktischen Gründen» nicht. Die Beamten hoffen auf «zahlreiche Antworten», die sie bei den Ermittlungen weiterbringen können.