Polizei ermittelt Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung bei der Brose Bamberg Meisterfeier am 11. Juni auf dem Maxplatz in Bamberg

 

Im Fall einer Brandattacke bei der Brose Bamberg Meisterfeier hat die Polizei jetzt einen Tatverdächtigen ermittelt. Nach Auswertung von Zeugenaussagen und Videomaterial steht fest: es handelt sich um einen 22-jährigen Mann, der aus Baden-Württemberg stammt. Am 11. Juni hatte er auf dem Maxplatz in Bamberg einen Brandsatz mit rotem Rauch abgefackelt. Eine 17-jährige Besucherin der Meisterfeier kam daraufhin mit Verletzungen ins Klinikum Bamberg. Der Tatverdächtige gehört laut Polizei einer befreundeten Fangruppierung eines Brose-Fanclubs an. Er muss sich jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz verantworten.

 

Hier der Polizeibericht:

 

Bamberg. Am 11.06.2017 kam es während der Meisterschaftsfeier von Brose Bamberg auf dem Maximiliansplatz inmitten der Zuschauer zum Entzünden bzw. Abbrennen einer Brandvorrichtung, durch die ein dichter, rotfarbiger Rauch erzeugt wurde. Eine in unmittelbarer Nähe stehende 17-jährige Besucherin der Meisterfeier, die den Rauch inhaliert hatte und in der Folge gesundheitliche Beschwerden aufwies, musste sich nach ambulanter Betreuung vor Ort zur weiteren Behandlung ins Klinikum Bamberg begeben.

 

Die Ermittlungen der PI Bamberg-Stadt richteten sich zunächst gegen einen oder mehrere unbekannte Täter aus dem Kreise eines Fanclubs von Brose Bamberg. Durch zeitaufwendige, akribische Sichtung und Auswertung vorliegender Bildaufnahmen sowie darauf basierender Vernehmungen von Zeugen ist es den Beamten der Ermittlungsgruppe schließlich gelungen, einen aus Baden-Württemberg stammenden 22-jährigen Mann als Tatverdächtigen zu ermitteln. Dieser gehört einer befreundeten Fangruppierung eines Brose-Fanclubs an und hielt sich anlässlich des letzten Play-Offs-Spiel sowie der anschließenden Meisterfeier in Bamberg auf. Bei dem abgebrannten Rauchtopf handelt es sich um ein frei erwerbliches Produkt, das allerdings ausschließlich unter Beachtung der festgelegten Anleitung zur Verwendung kommen darf, was in einer Menschenmenge ausgeschlossen ist. Daher liegt neben dem Verdacht der Gefährlichen Körperverletzung auch noch der Verdacht einer Ordnungswidrigkeit nach dem Sprengstoffgesetz vor.