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Oppositionsführer López hält an Kampf gegen Maduro fest

Caracas (dpa) – Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in den Hausarrest will der venezolanische Oppositionsführer Leopoldo López weiter gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro kämpfen.

«Venezolaner, das ist ein Schritt in Richtung Freiheit. Ich hege keinen Groll, aber bin auch nicht willens aufzugeben. Ich bin gegen dieses Regime», zitierte der oppositionelle Abgeordnete Freddy Guevara am Samstag aus einem Manifest von López vor dessen Haus. Der Oppositionsführer zeigte sich kurz auf einer Mauer und schwenkte die venezolanische Nationalflagge.

«Heute bin ich Gefangener in meinem eigenen Haus, aber das Volk von Venezuela ist es auch», hieß es in dem Manifest. «Was mich an den härtesten Tagen durchhalten ließ, war die Überzeugung, dass meine Lage nichts ist verglichen mit dem Leiden des Volkes.»

Nach über drei Jahren Haft war López am Morgen aus gesundheitlichen Gründen in den Hausarrest verlegt worden. Der Gründer der Partei Voluntad Popular war wegen Anstachelung zur Gewalt bei Demonstrationen gegen die Regierung 2014 zu fast 14 Jahren Haft verurteilt worden. Es gilt auch als Symbolfigur der aktuellen Proteste gegen Maduro, bei denen in den vergangenen Monaten über 90 Menschen ums Leben kamen.