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Obstbauern und Winzer sehen die Ernte in Gefahr

Lindau (dpa/lby) – Auf frühlingshaftes Wetter vor Ostern folgten Schnee und Frost – nun fürchten Bayerns Obst- und Gemüsebauern um ihre Ernten. «Es war nachts bedenklich kalt», sagte Obstbauberaterin Karin Wudler vom Landwirtschaftsamt Lindau-Kempten. Die Region am Bodensee gilt als eines der großen Obstanbaugebiete im Freistaat. Weil sich Apfel- und Birnbäume in verschiedenen Entwicklungsstadien befänden, seien nicht sämtliche Bestände in Gefahr, sagte Wudler. «Je weiter die Früchte sind, desto schwieriger vertragen sie die Kälte.»

«Die Erntemengen sind extrem reduziert», sagte auch Spargelbauer Hans Gänger aus Niedermotzing im Landkreis Straubing-Bogen. Um zwei Drittel sei der Ertrag im Vergleich zu vor zehn Tagen zurückgegangen. In Franken sorgte der Frost für Schäden an den Rebstöcken der Winzer. «Wir können schon jetzt davon ausgehen, dass es keine normale Ernte werden wird», sagte Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes. Er und seine Kollegen hoffen darauf, dass die kommenden kalten Nächte kaum noch Frost bringen.