Oberfränkische Kriminalstatistik 2017

OBERFRANKEN. „Auch für das Jahr 2017 können wir in Oberfranken eine gute Sicherheitsbilanz ziehen. Die Aufklärungsquote liegt erneut über dem landesweiten Durchschnitt.

In der Bekämpfung verschiedener Kriminalitätsphänomene konnten beeindruckende Erfolge verzeichnet werden, dennoch müssen sich die oberfränkischen Einsatzkräfte auch weiterhin den vielfältigen Herausforderungen stellen.

Für ihre hervorragend geleistete Arbeit möchte ich mich bei allen Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich bedanken. Auch der Bevölkerung, Sicherheitsbehörden, Justiz und Medien danke ich für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung“, so der Polizeipräsident Alfons Schieder bei der Veröffentlichung der Kriminalstatistik 2017.

 

 

  • Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten in Oberfranken ist gesunken.
  • Die oberfränkische Aufklärungsquote ist nach wie vor die höchste in Bayern.
  • Oberfranken ist damit eine ausgesprochen sichere Region.
  • Der polizeiliche Dank geht an die Bevölkerung, Sicherheitsbehörden, Justiz und Medien.

 

 

KRIMINALITÄTSENTWICKLUNG ALLGEMEIN

 

In Oberfranken wurden im vergangenen Jahr insgesamt 49.028 Straftaten registriert. Nach dem Anstieg der Fallzahlen der Straftaten insgesamt in 2016 (+ 3,8 Prozent) ist damit 2017 ein starker Rückgang um – 8,4 Prozent zu verzeichnen.

Die aktuellen Fallzahlen liegen auch unter dem Durchschnittswert der letzten 10 Jahre, der sich mit 51.499 errechnet.

 

Die Entwicklung der Gesamtstraftaten wird nach wie vor durch Straftaten nach dem Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz, insbesondere in den Grenzregionen, aber auch in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften beeinflusst.

Werden bei der Registrierung von Flüchtlingen ausländerrechtliche Verstöße festgestellt (z.B. Aufenthalt ohne Pass oder Aufenthaltsgenehmigung), werden diese zur Anzeige gebracht und im PKS-Gruppenschlüssel 725000 (dies sind Straftaten gegen Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz) aufaddiert. Bedingt durch die erhöhten Flüchtlingszahlen befinden sich in Oberfranken die Fallzahlen in diesem PKS-Schlüssel auf einem seit Jahren erhöhten Niveau.

 

Dieser überproportionale An­stieg beeinflusst die Anzahl der Straftaten insgesamt, die Aufklärungsquote (AQ) und die Häufigkeitszahl (HZ) sowohl im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberfranken, als auch insbesondere in den Gemeinden und Dienstbereichen, in denen sich Notunterkünfte und Aufnahmeeinrichtungen befinden.

 

Insofern lässt der Vergleich der Anzahl der Straftaten insgesamt mit den Vorjahren, insbesondere bei der Langzeitbetrachtung, keine direkt vergleichende Aus­sage zur Entwicklung der allgemeinen Kriminalität zu.

Ein zutreffenderes Bild liefert hier die Betrachtung des PKS-Schlüssels 890000, d. h. Straftaten insgesamt – ohne Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz. Diese werden hier in blauer Schrift dargestellt und als ‚bereinigte Straftaten‘ bezeichnet.

Ohne die ausländerrechtlichen Fälle verringerten sich die Straftaten im Jahr 2017 auf 47.796 (- 1,5 Prozent).

 

Die Aufklärungsquote (AQ) bei den Straftaten insgesamt sank im Vergleich zum Jahr 2017 um – 3,5 Prozentpunkte auf 70,3 Prozent. Oberfranken liegt mit dieser Aufklärungsquote wiederum deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 66,8 Prozent. Bei den Straftaten ohne Verstöße nach dem Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz verringerte sich die oberfränkische Aufklärungsquote von 71,1 auf 69,6 Prozent. Bei den ‚bereinigten‘ Zahlen ist dies der höchste Wert in Bayern.

 

Die Häufigkeitszahl (HZ) beschreibt als Sicherheitsfaktor das Verhältnis der bekannt gewordenen Straftaten pro hunderttausend Einwohner. Bei den Straftaten insgesamt beträgt die Häufigkeitszahl 4.615, bayernweit 4.866.

Die ‚bereinigten‘ Fallzahlen betragen oberfrankenweit 4.499 pro hunderttausend Einwohner. Der Durchschnitt in Bayern beträgt 4.533 Straftaten.

 

Zu den in Oberfranken 34.487 aufgeklärten Fällen insgesamt konnte die Polizei 24.775 Tatverdächtige ermitteln. Bei den ‚bereinigten‘ Zahlen, ohne Zusammenhang mit dem Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz, wurden zu den 33.258 aufgeklärten Fällen 23.669 Tatverdächtige ermittelt. Dies stellt eine Abnahme der Tatverdächtigen um – 2,9 Prozent dar.

 

 

KRIMINALITÄTSENTWICKLUNG IN DEN MITTELZENTREN, LANDKREISEN UND DER GRENZREGION

 

In den oberfränkischen MITTELZENTREN Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof registrierte die Polizei im Jahr 2017 insgesamt 19.200 Straftaten.

Ein Rückgang der Straftaten konnte in folgenden Mittelzentren verzeichnet werden:

Im Bereich Bayreuth sank die Anzahl der Straftaten um 2.363 (- 30,0 Prozent) auf 5.501 Delikte. In Coburg betrug die Anzahl der Straftaten 2.990, das ist ein Rückgang um 581 Fälle (- 19,4 Prozent). Auch im Bereich Hof ist eine leichte Verringerung der Fallzahlen um 66 (- 1,8 Prozent) auf 3.645 festzustellen.

Bei den ‚bereinigten‘ Zahlen (ohne die Verstöße nach dem Aufenthalts-, Asyl-Freizügigkeitsgesetz), ist in den Bereichen Bayreuth und Coburg ein Rückgang der Straftaten zu vermerken. In Bayreuth sank die Anzahl um 530 auf 5.258 Fälle, das sind – 10,1 Prozent, im Bereich Coburg um 352 Fälle (- 10,7 Prozent) auf 2.944.

 

Eine Steigerung der Straftaten bei den Mittelzentren ist ausschließlich in Bamberg zu konstatieren. Hier betrug die Anzahl der Straftaten 7.599, ein Zuwachs um 808 Fälle oder 10,6 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich jedoch auch die Aufklärungsquote um 4,5 Prozentpunkte.

Bei den ‚bereinigten‘ Zahlen wurde in den Mittelzentren Bamberg und Hof eine Zunahme festgestellt. Im Bereich Bamberg stieg die Anzahl der Straftaten um 748 (+ 10,1 Prozent) auf 7.428. Auch hier erhöhte sich die Aufklärungsquote um + 4,3 Prozentpunkte. Im Hofer Bereich ist ein leichter Anstieg der Fallzahlen um + 1,1 Prozent oder 40 Fälle, auf 3.570 zu verzeichnen.

 

 

Bei den LANDKREISEN in Oberfranken zeichnet sich eine unterschiedliche Entwicklung ab.

In den Landkreisen Bayreuth, Coburg, Forchheim, Hof, Kronach, Kulmbach und Lichtenfels ist teils ein deutlicher Rückgang der Straftaten zu registrieren.

Im Bayreuther Landkreis sank die Anzahl der Straftaten um – 8,4 Prozent oder 242 Fälle, auf 2.865, im Landkreis Coburg um – 16,2 Prozent, ein Rückgang von 460 Fällen, auf 2.835. Im Forchheimer Landkreis ist ein Rückgang um 264 Straftaten (- 8,1 Prozent) auf 3.251 zu verzeichnen. Im Landkreis Hof waren es mit 4.277 Fällen 320 Straftaten oder – 7,5 Prozent weniger als im Jahr 2016. Im Landkreis Kronach verringerte sich die Anzahl der Fälle leicht um 15 (- 0,6 Prozent) auf 2.545. Deutlicher fällt der Rückgang der Straftaten dagegen im Landkreis Kulmbach mit 1.188 Fällen weniger auf, das sind – 31,1 Prozent, auf insgesamt 2.631 Straftaten. Im Lichtenfelser Landkreis verringerten sich die Straftaten um 323 (- 11,6 Prozent) auf insgesamt 2.780 Fälle.

In den Landkreisen Bayreuth, Coburg, Forchheim, Kulmbach und Lichtenfels sank die Anzahl der ‚bereinigten‘ Straftaten, im Bayreuther Landkreis um 84 Fälle (- 3,0 Prozent) auf 2.829. Der Landkreis Coburg weist einen Rückgang von   209 Fällen (- 7,4 Prozent) auf insgesamt 2.822 auf. Im Landkreis Forchheim waren es vergangenes Jahr mit 3.230 Straftaten 270 Fälle beziehungsweise – 8,4 Prozent weniger. Der Kulmbacher Landkreis hat einen deutlichen Rückgang von 529 Fallzahlen (- 20,3 Prozent) auf 2.610 zu verzeichnen. Ebenso rückläufig sind die Straftaten im Landkreis Lichtenfels mit 340 oder – 12,4 Prozent auf 2.741 Fälle.

 

Eine Steigerung der Straftatenzahlen ist in den Landkreisen Bamberg und Wunsiedel festzustellen.

Im Bamberger Landkreis ist mit 4.045 Fällen ein Anstieg von 323 Fällen (+ 8,0 Prozent) zu verzeichnen. Der Landkreis Wunsiedel weist eine Steigerung der Straftaten um + 4,3 Prozent, 174 Fälle mehr, auf 4.052 Straftaten auf.

In den Landkreisen Bamberg, Hof, Kronach und Wunsiedel ist bei den ‚bereinigten Zahlen‘ jeweils ein Anstieg festzustellen. Im Landkreis Bamberg beträgt dieser 345 Straftaten mehr (+ 8,7 Prozent) bei insgesamt 3.988 Delikten. Der Landkreis Hof verzeichnet eine Erhöhung um + 1,5 Prozent oder 59 Straftaten auf 4.008. 231 Fälle mehr (+ 9,2 Prozent) waren es im Kronacher Landkreis mit insgesamt 2.519. Im Landkreis Wunsiedel schließlich stiegen die Straftaten um + 4,8 Prozent (183 Fälle) auf 3.837.

 

 

Die Entwicklung in der GRENZREGION, bestehend aus den Landkreisen Wunsiedel und Hof sowie der Stadt Hof zeigt ein differenziertes Bild. Die Anzahl der Straftaten im vergangenen Jahr verringerte sich um 212 Fälle auf 11.974 (- 1,7 Prozent).

Bei den ‚bereinigten‘ Straftaten in der Grenzregion ist ein leichter Anstieg auf 11.415 Fälle (+ 2,5 Prozent) oder 282 Fälle mehr zum Vorjahr festzustellen. Eine Steigerung der Fallzahlen ist insbesondere im Bereich der Straßenkriminalität um + 10,3 Prozent, der Rauschgiftdelikte um + 11,1 Prozent sowie bei den Diebstahlsdelikten um + 3,7 Prozent zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote in der Grenzregion bleibt mit 70,1 Prozent weiterhin hoch. (2016: 74,3 Prozent).

 

Seit dem 11. Oktober 2016 sorgen die Polizeiinspektion Fahndung und die personell verstärkte Inspektion Marktredwitz mit der neuen Polizeiwache Selb für die Sicherheit in der Grenzregion zu Tschechien.

Die Fahndungsspezialisten bekämpfen rund um die Uhr die grenzüberschreitende Kriminalität, insbesondere die Deliktsfelder des Wohnungseinbruchdiebstahls, der Kfz-Verschiebung, des Rauschgift- und Waffenschmuggels sowie der illegalen Migration.

 

           

VERÄNDERUNG EINZELNER DELIKTSBEREICHE

 

Im Jahr 2017 konnten bei folgenden Deliktsbereichen ein RÜCKGANG der Fallzahlen verzeichnet werden:

 

Gewaltkriminalität:  – 4,6 Prozent

Gefährliche u. schwere Körperverletzung: – 8,0 Prozent,

davon im öffentl. Raum: – 3,2 Prozent

 

Unter Gewaltkriminalität werden Straftaten aus verschiedenen Deliktsbereichen zusammengefasst, die eine besondere Gewaltbereitschaft der Täter erkennen lassen. Darunter zählen z. B. Mord, Totschlag, Vergewaltigung,

Raubdelikte und gefährliche und schwere Körperverletzung.

2017 wurden mit 1.665 Fällen – 4,6 Prozent weniger Gewaltdelikte als im Vorjahr registriert. Die Anzahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen, die den Hauptanteil in diesem Deliktsbereich einnehmen, ist um – 8,0 Prozent oder 116 Fälle zurückgegangen; davon im öffentlichen Raum um – 3,2 Prozent auf 461 Straftaten. Die Raubdelikte insgesamt blieben mit einer Anzahl von 158 nahezu unverändert.

In die­sem Deliktsbereich liegt die Aufklärungsquote 2017 bei 87,5 Prozent.

Bei der Tatausführung wurde in 10 Fällen mit der Schusswaffe gedroht (2016: 8 Fälle) und in 15 Fällen geschossen (2016: 18 Fälle).

Von den 1.728 Tatverdächtigen waren 1.499 Personen männlich. Nichtdeutsche wurden zu 33,7 Prozent als tatverdächtig registriert.

 

Straftaten gegen das Leben: – 5,9 Prozent

 

Mit 95 erfassten Straftaten gegen das Leben ist die Anzahl in diesem Deliktsbereich um 6 Fälle (- 5,9 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2016 gesunken. Von diesen 95 Fällen blieben 70 im Versuchsstadium (2016: 62 Fälle).

Die Aufklärungsquote ging mit 90,5 Prozent um 5,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Von den 112 Tatverdächtigen waren 101 männlich (90,2 Prozent). Die Anzahl Nichtdeutscher lag bei 44 (39,3 Prozent) und hat sich nahezu verdreifacht. In einem Fall wurde mit einer Schusswaffe geschossen.

 

Sonstige Straftaten gem. StGB: – 2,7 Prozent

Sachbeschädigung: + 0,3 Prozent

Brandstiftung: + 18,7 Prozent

 

Die Deliktsgruppe der Sonstigen Straftaten gem. dem Strafgesetzbuch (StGB) umfasst in erster Linie die Straftatbestände der Sachbeschädigung, Beleidigung, des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Straftaten gegen die öffentliche Ordnung.

Mit einer Quote von 25,4 Prozent haben die Sonstigen Straftaten gem. StGB neben den Diebstahlsdelikten einen wesentlichen Anteil an der Gesamtkriminalität.

Nach dem Zuwachs von 473 Fällen, + 3,8 Prozent im vergangenen Jahr, konnte nun wieder ein Rückgang um 341 Fälle auf 12.465 Straftaten verzeichnet werden. Die Aufklärungsquote betrug 60,8 Prozent.

Der verursachte Sachschaden bei der Sachbeschädigung beläuft sich auf 4.158.247 Euro (2016: 3.757.533.141 Euro), bei Brandstiftung auf 5.892.565 Euro (2016: 34.353.474 Euro).

Von den 6.275 ermittelten Tatverdächtigen waren 4.715 (75,1 Prozent) männlich. Bei 940 Tatverdächtigen handelte es sich um Nichtdeutsche (15,0 Prozent).

 

Politisch motivierte Kriminalität:  – 6, 0 Prozent

siehe unten

 

 

Im Jahr 2017 konnte bei folgenden Delikten eine STEIGERUNG der Fallzahlen verzeichnet werden:

 

Straßenkriminalität: + 5,0 Prozent

– Sachbeschädigung an Kfz:  + 1,0 Prozent

– SB auf Straßen, Wegen, Plätzen: + 14,4 Prozent

– Diebstahl von Kfz:  + 35,5 Prozent

– Diebstahl aus/an Kfz: + 4,1 Prozent

 

Straßenkriminalität beschreibt Straftaten ver­schiedener Deliktsbereiche im öffentlichen Raum. Darunter werden z. B. Raubdelikte, Sachbeschädigungen oder Kfz-Diebstähle ge­zählt.

Im Jahr 2017 ereigneten sich in Oberfranken 7.847 Straftaten im öffentlichen Raum, im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 373 Fälle, + 5,0 Prozent.

Die Aufklärungsquote stieg um + 2,6 Prozentpunkte auf 28,2 Prozent.

Sachbeschädigungsdelikte an Kfz stiegen um + 1,0 Prozent auf 2.121 Fälle, Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen um + 14,4 Prozent.

Bei den Diebstählen von Fahrrädern musste eine Erhöhung der Straftaten auf 1.697 (+ 50 Fälle) festgestellt werden. Die Anzahl der Diebstähle von Kfz stieg um + 35,5 Prozent und die Diebstähle aus/an Kfz um + 4,1 Prozent.

Die Mehrzahl der 1.792 Tatverdächtigen war männlich (89,6 Prozent). Mit 470 Tatverdächtigen liegt der Anteil Nichtdeutscher in diesem Bereich bei 26,2 Prozent.

Der in diesem Deliktsbereich verursachte Gesamtschaden (Beute- und Sachschaden) beträgt 6.947.993 Euro (2016: 5.348.849 Euro).

 

Diebstahlsdelikte gesamt: + 1,1 Prozent

– Schwerer Diebstahl: + 6,5 Prozent

– Ladendiebstahl: + 6,5 Prozent

 

Den größten Anteil an der Diebstahlskriminalität nehmen weiterhin die Ladendiebstähle mit 22,66 Prozent und die Diebstähle um das Fahrzeug (von, aus, an Kfz, Fahrraddiebstahl) mit insgesamt 23,65 Prozent ein.

Von den insgesamt 4.389 ermittelten Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Diebstahlsdelikten waren 3.218 männlich, 73,3 Prozent. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg auf 38,8 Prozent, 1.701 Tatverdächtige.

Bei allen Diebstahlsdelikten entstand im Jahr 2017 ein Beuteschaden von 12.496.067 Euro (2016: 10.583.593 Euro). Davon entfallen 4.382.819 Euro auf den einfachen Diebstahl und 8.113.248 Euro auf den schweren Diebstahl.

 

Sexualdelikte:  + 26,0 Prozent

Siehe unten

 

Rauschgiftdelikte: + 11,6 Prozent

Siehe unten

 

Wohnungseinbruchdiebstähle: + 7,8 Prozent

Siehe unten

 

 

WOHNUNGSEINBRUCHDIEBSTAHL

 

Ein Wohnungseinbruch bedeutet für die Opfer nicht nur einen materiellen Schaden. Die Tatsache, dass sich Fremde in den eigenen vier Wänden aufgehalten haben, ist für viele Opfer ein schwer zu verkraftender Eingriff in die Privatsphäre. Das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger wird dadurch erheblich negativ belastet. In den Herbst- und Wintermonaten kommt es erfahrungsgemäß zu einer Steigerung der Fallzahlen im Bereich der Wohnungseinbrüche, die früh einsetzende Dunkelheit und unbeleuchtete Anwesen erleichtern den Tätern die Auswahl „lohnender“ Objekte.

 

Im Vergleich zum Vorjahr war in Oberfranken im Jahr 2017 ein Zuwachs um 30 Fälle auf 417 Straftaten (+ 7,8 Prozent) zu verzeichnen. Bayernweit sank die Anzahl der Fälle um 19,1 Prozent. Die Häufigkeitszahl (HZ) lag oberfrankenweit bei 39, in Bayern betrug sie 47. Die Aufklärungsquote (AQ) ist in diesem Bereich um 5,0 Prozentpunkte auf 20,6 Prozent gesunken, damit liegt Oberfranken knapp unter der bayernweiten Aufklärungsquote von 21,2 Prozent.

 

Nach wie vor investiert die Oberfränkische Polizei viel in Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen. Die Resonanz auf die durchgeführten Aktionen lässt sich als sehr gut beurteilen, es bestand stets ein reges Interesse der Bevölkerung.

Etwa 48 Prozent der Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken, auch weil die Täter oft von wirkungsvoller Sicherungstechnik abgehalten werden. Aber auch aufmerksame Nachbarn können einen wertvollen Beitrag zur Verhinderung von Einbrüchen und zur Aufklärung leisten.

Aufgrund der vorangegangenen Erfolge wird dieses Jahr der 28. Oktober 2018 der „Tag des Einbruchsschutzes“ für die oberfränkischen Bürger sein. „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“.

Die vier oberfränkischen kriminalpolizeilichen Fachberater stehen nicht nur zum Thema Einbruchschutz für alle Bürger kostenlos zu Verfügung.

 

 

CALLCENTER-BETRUG

 

Zwar gingen die Betrugsdelikte im vergangenen Jahre um – 12,1 Prozent auf  5.410 Fälle zurück, jedoch nehmen die „Maschen“ der Betrüger fortwährend neue und professionellere Formen an. Insbesondere der Betrug mit dem „Falschen Polizeibeamten“ aber auch der „Enkeltrick“ sowie betrügerische Gewinnversprechen werden häufig angewandt. Trotz aller präventiven Maßnahmen gelingt es den organisierten Tätern von Zeit zu Zeit immer wieder, ihre oftmals älteren Opfer geschickt um ihr Erspartes zu bringen.

 

 

SEXUALDELIKTE

 

Die Sexualdelikte machen mit 0,4 Prozent Anteil an allen Straftaten einen kleinen Teil der Gesamtkriminalität aus. Die Gesamtzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist im Jahr 2017 relativ stark angestiegen.

Der Zuwachs um 141 Fälle ist jedoch hauptsächlich der seit Ende 2016 erfolgten Gesetzesverschärfung zuzuschreiben, in die Tathandlungen mit einfließen, die bisher den Tatbestand einer Beleidung erfüllten. Weiterhin wurden Tatbestände geschaffen, um bisher straflose Handlungen zu sanktionieren.

Die Aufklärungsquote bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung liegt bei 91,7 Prozent.

Der Anteil der Zuwanderer an den Sexualdelikten beträgt 9,4 Prozent.

 

 

RAUSCHGIFTKRIMINALITÄT

 

Rauschgifttote

In Oberfranken mussten im Jahr 2017 33 Rauschgifttote festgestellt werden. (2016: 31 Personen).

 

Unter den Begriff Rauschgifttoter fallen:

+ Todesfälle, die in einem kausalen Zusammenhang mit dem missbräuchlichen Konsum von Betäubungs- oder Ausweichmitteln/ Ersatzstoffen stehen,

insbesondere

–  infolge von Überdosierung

–  infolge langzeitigen Missbrauchs

+ Selbsttötung aus Verzweiflung über die Lebensumstände oder unter Einwirkung von  Entzugserscheinungen

+ tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personen

 

Fentanyl gilt als Haupttodesursache der Konsumenten.

 

Die Anzahl der Rauschgiftdelikte in Oberfranken stieg im Jahr 2017 um 502 Fälle (+ 11,6 Prozent) auf 4.832 Straftaten.

Bei Rauschgiftdelikten handelt es sich fast ausschließlich um Kontrolldelikte, was die hohe Aufklärungsquote von 96,7 Prozent (- 0,9 Prozent) widerspiegelt und das konsequente Vorgehen der oberfränkischen Polizei verdeutlicht.

Das Konzept zur Integration der Grenzpolizei im Jahr 2008 kompensierte mit der Errichtung der Fahndungs-und Kontrollgruppen bei der Polizeiinspektion Marktredwitz und der Verkehrspolizei Hof den Wegfall der systematischen Grenzkontrolle zur Tschechischen Republik. Mit der Umwandlung der Polizeiinspektion Selb in die Polizeiinspektion Fahndung (PIF) Selb ist ein weiterer Fahndungsschwerpunkt entstanden. Der starke Anstieg der Fallzahlen im Bereich Rauschgiftdelikte ab dem Jahr 2008 und die seitdem bestehende diesbezügliche Kontinuität bestätigt die Wirksamkeit der Kontrollen.

 

Der Anstieg der Fälle der Rauschgiftkriminalität bis zum Jahr 2014 ist auf die fortgeführte Kontrolltätigkeit der oberfränkischen Polizei im Rahmen von Konzepteinsätzen in Umsetzung des „Bekämpfungskonzeptes Crystal“ und auf

die Tätigkeit von Ermittlungsgruppen der Kriminalpolizei zurückzuführen, auch als Folgeermittlungen aus Rauschgiftaufgriffen im grenznahen Raum. Der leichte Rückgang der Fallzahlen im Jahr 2015 wurde 2016 von einem starken Anstieg abgelöst, der sich in den langjährigen Trend einfügt.

 

Die aufgrund intensiver Kontrolltätigkeit der Bundespolizei und v. a. der Zollbehörden an der Grenze zur Tschechischen Republik erfolgten Aufgriffe insbesondere im Bereich Rauschgiftdelikte fließen in die oberfränkische Kriminalstatistik mit ein.

Im aktuellen Jahr wurden die Zahlen von den Zollbehörden erstmals automatisch an die PKS weitergeleitet. Aufgrund von EDV-Problemen kam es hier, wie vom BLKA festgestellt werden musste, zu noch nicht behobenen Fehlerfassungen hinsichtlich des Tatortes und der Deliktsqualität.

Konkret bedeutet dies, dass als Tatort oftmals die Stadt Bamberg registriert wurde, obwohl die Aufgriffe an der Grenze zur Tschechischen Republik stattgefunden haben, und in vielen Fällen statt dem Schmuggel und der illegalen Einfuhr nur ein Allgemeinverstoß dokumentiert wurde. Dieser Umstand führt unweigerlich zu Fehlinterpretationen bei der Auswertung der PKS. Der Zoll wurde gebeten, die statistischen Grunddaten zur Verfügung zu stellen, um die PKS entsprechend korrigieren zu können. Mit einem Software-Update ist wohl nach dortiger Auskunft aber wohl vor dem 3. Quartal 2018 nicht zu rechnen.

 

Aufgrund der aktuellen Situation lassen sich folgende Aussagen treffen: Der Hauptanteil der registrierten Verstöße gegen das BtMG liegt bei den allgemeinen Verstößen gem. §29 BtMG (z.B. Besitz v. BtM). Mit 3.739 allg. Verstößen wurde im Jahr 2017 immerhin ein Zuwachs von 16,8 Prozent registriert.

 

Aufgrund der o. g. Problematik verzeichnen alle qualifizierten Tatbestände Rückgänge, die bedingt durch die jeweils geringe Fallzahl relativ hohe prozentuale Abweichungen bedingen:

 

Illegaler Handel (nicht geringe Menge): – 5,9 Prozent (- 10 Fälle),

Illegale Einfuhr (nicht geringe Menge): – 23,3 Prozent (- 20 Fälle)

Illegaler Handel und Schmuggel (geringe Menge): – 0,8 Prozent (- 6 Fälle).

 

Wurde die Stoffart „Crystal“ in der PKS bis 31.12.2013 im Bereich Amfetamin/Metamfetamin und Derivate in Pulver- oder flüssiger Form aufsummiert, werden ab 01.01.2014 alle darin enthaltenen Stoffarten separat erfasst (außer bei Illegalem Handel ‚nicht geringe Menge‘).

Ungeachtet dessen ist seither eine stetige Abnahme der Crystal-Problematik nachweisbar. Das neben den Cannabisprodukten am häufigsten konsumierte Betäubungsmittel wurden im Jahr 2017 in 696 Fällen, 43 weniger als im Vorjahr, registriert (- 5,8 Prozent). Im Gegensatz dazu wird bei der Stoffart Cannabis erneut ein Zuwachs verzeichnet, im 2017 von 28,4 Prozent (3.052 Fälle; + 675) verzeichnet.

 

Sicherstellungsmengen

Die oberfränkischen Polizeibehörden stellten im Jahr 2017 zirka 2,1 Kilogramm Crystal sicher. Dies sind 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei den anderen Betäubungsmittelarten stiegen die Sicherstellungsmengen zum Teil erheblich. 54.076,06 Gramm Marihuana, 218 Prozent mehr als im Vorjahr, konnten 2017 sichergestellt werden.

Auch bei den Cannabis-Pflanzen ist ein Anstieg um 453 Pflanzen mehr (+ 206,8 Prozent) zu verzeichnen. Bei Haschisch erhöhte sich die Sicherstellungsmenge um 34,8 Prozent auf 18.540,04 Gramm. Psilocybin-Pilze sowie Kräutermischungen wurden 87,2 Prozent, bzw. 40,3 Prozent mehr sichergestellt.

Ein deutlicher Rückgang ist bei Heroin um 79,6 Prozent, LSD-Trips um 88,8 Prozent sowie Ecstasy um 71,0 Prozent festzustellen. Fentanylpflaster konnten 24 Stück sichergestellt werden, das sind 72,1 Prozent weniger als im Jahr 2016.

 

 

POLITISCH MOTIVIERTE KRIMINALITÄT (PMK)

 

Gesamt

Bei der Entwicklung der Zahlen im Bereich der politisch motivierten Kriminalität zeigt sich in den letzten Jahren ein sehr differenziertes Bild. Nach einem Tiefstand im Jahr 2013 mit insgesamt 285 Delikten, wurden in den Vergleichszeiträumen

der Jahre 2014 bis 2016 zwischen 292 und 310 Straftaten festgestellt. 2017 beliefen sich die Fallzahlen auf 288, ein Rückgang um – 6 Prozent.

 

Rechtsextremismus:

Hier war bereits im Jahr 2016 ein deutlicher Rückgang in Oberfranken mit 210 Fällen erkennbar. Dies ent­spricht in etwa dem Niveau der Jahre 2012 und 2014. Vergangenes Jahr sank die Zahl der Straftaten weiter auf 161.

Der Phänomenbereich „Rechts“ weist, wie in den Jahren zuvor, den höchsten Anteil der politisch moti­vierten Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken auf.

In den Bereichen der Kriminalpolizeidienststelle Bamberg sind die Fallzahlen deutlich rückläufig und betrugen im Jahr 2017 39 (2016: 69), auch in Bayreuth sanken die Straftaten auf 53 (2016: 59), ebenso wie in Hof, von 54 Fällen 2016 auf 33 Fälle im vergangenen Jahr. Lediglich im Bereich Coburg ist ein Anstieg der Fallzahlen von 28 auf 36 festzustellen.

 

Linksextremismus:

Nach 58 Fallzahlen im Phänomenbereich „Links“ im Jahr 2016 in Oberfranken ist mit 69 Straftaten im vergangenen Jahr weiter eine Steigerung zu verzeichnen.

Abgesehen vom Zuständigkeitsbereich der KPI Bamberg, in dem ein Rückgang von 48 auf 22 Fälle festzustellen ist, stiegen in den übrigen Bereichen die Anzahl der Straftaten an. In Bayreuth sind für das Jahr 2017 22 Fälle zu verzeichnen, in Coburg ein leichter Anstieg auf 9 Fälle und in Hof eine Erhöhung auf 16 Straftaten.

 

Sonstige:

In diesem Bereich liegen die Fallzahlen mit 52 nach Rückgängen in den Jahren 2015 und 2016 (11 Straftaten) auf dem höchsten Niveau seit 2009.

 

Religiöse und ausländische Ideologie:

In diesem Phänomenbereich wurden sechs Straftaten registriert.

 

Politisch motivierte Gewaltdelikte

Im vergangenen Jahr wurde in Oberfranken ein Rückgang der politisch motivierten Gewaltkriminalität auf 8 Fälle verzeichnet.

 

Davon entfallen drei Straftaten auf den Phänomenbereich „Rechts“:

1 x Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte im Bereich der KPI Bayreuth

2 x Körperverletzungen in den Bereichen der KPI Coburg und KPI Hof

 

Davon entfällt ein Fall auf den Phänomenbereich „Links“:

1 x Körperverletzung im Bereich der KPI Coburg

 

Davon entfallen vier Straftaten auf den Phänomenbereich „Sonstige“:

4 x Erpressungen im Zusammenhang mit Reichsbürgern im Bereich der KPI Bayreuth und KPI Hof.

 

 

REICHSBÜRGER

 

Nach dem schrecklichen Ereignis von Georgensgmünd rückten Ende des Jahres 2016 die Anhänger der sog. „Reichsbürgerbewegung“ verstärkt in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen. Durch das Bayer. Staatsmi­nisterium des Inneren und für Integration wurde bei den jeweiligen Polizeipräsidien zentrale Kontaktstellen für alle Informationen aus dem Bereich der sog. „Reichsbürgerbewegung“ eingerichtet. Hier erfolgt die Bün­delung und Strukturierung der ein- und ausgehenden Informationen sowie die Verständigung von internen und externen Behörden und Stellen.

 

Die weitere Bearbeitung, Verdichtung, Bereinigung und Speicherung der Informationen erfolgt anschließend durch die nachgeordneten kriminalpolizeilichen Dienststellen. Die Einrichtung der zentralen Kontaktstellen hat sich nach Ansicht des Polizeipräsidiums Oberfranken bewährt und gewährleistet einen geordneten und effizienten Ablauf der Prüfverfahren.

 

Mit Ablauf des Monats Dezember 2017 wurden insgesamt 557 Personen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken zur Überprüfung gemeldet. Im Vergleich zum Jahresbeginn (31.12.2016: 379 Personen) stellt dies eine deutliche Steigerung der Personenanzahl dar. Von diesen Verdachtsfällen konnten zirka 440 Personen als szenezugehörig identifiziert werden.

 

Nach wie vor richtet sich ein besonderes Augenmerk auf die Überprüfung von Personen, die im Besitz von waffenrecht­lichen, sprengstoffrechtlichen oder sicherheitsrelevanten Erlaubnissen sind. Insgesamt konnten hierbei bis zum 31.12.2017 bereits 56 Personen als Reichsbürger identifiziert und an die zuständigen Erlaubnisbehörden rückgemeldet werden.

 

 

STRAFTATEN IM KONTEXT MIT ZUWANDERUNG

 

Unter dem Begriff „Zuwanderer“ werden bei der PKS-Auswertung Tatverdächtige mit folgenden Aufenthaltsanlässen zusammengefasst:

 

  • Asylbewerber
  • Duldung
  • Kontingentflüchtling/Bürgerkriegsflüchtling
  • unerlaubter Aufenthalt

 

Die Auswertung der zur PKS gemeldeten Straftaten mit dem Filter „Tatverdächtiger ist Zuwanderer“ zeigt im Vergleich zum Jahr 2016 im vergangenen Jahr einen Rückgang der Straftaten um – 38,7 Prozent auf 4.575. (2016: 7.462 Fälle).

Bereinigt man die Verstöße ‚Zuwanderer‘ um ausländerrechtliche Bestimmungen, verbleibt erneut ein Anstieg der Straftaten auf 3.455 Fälle (+ 36,2 Prozent). Im Jahr 2016 betrug die Anzahl der Taten 2.537.

Diese 3.455 Straftaten sind zudem ein Teilbereich, der durch ‚nichtdeutsche Tatverdächtige‘ begangen wurden. Folglich ist auch hier eine Erhöhung bei den Straftaten durch nichtdeutsche Tatverdächtige von 7.174 auf 8.305 zu verzeichnen.

 

Nicht zu vernachlässigen sind wiederum die Auswirkungen der Aufnahmeeinrichtungen Oberfranken in Bamberg (AEO). Die Konzentration von jungen Menschen ohne Bleibeperspektive hat zu punktuellen Anstiegen in der Kriminalität geführt.

 

Besonders deutlich fällt der Anstieg bei folgenden De­likten/Deliktgruppen aus:

Die Rohheitsdelikte erhöhten sich im vergangenen Jahr um + 13 Prozent auf 976. Im Bereich des Dieb­stahls insgesamt ist ein Anstieg um + 31,2 Prozent auf 1.123 Fälle zu verzeichnen, insbesondere beim einfachen Diebstahl ist eine Erhöhung von + 27,7 Prozent auf 909 Fälle und beim schweren Diebstahl eine Steigerung um + 48,6 Prozent auf 214 Straftaten festzustellen. Die Anzahl der Sachbeschädigungen stieg um + 7,5 Prozent auf 142 Taten, die Beleidigungsdelikte um + 9,4 Prozent auf 139, bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist eine Erhöhung auf 244 (+ 171,1 Prozent) festzustellen und im Bereich der Betrugsdelikte stiegen die Fallzahlen um + 62,5 Prozent auf 260 Fälle sowie bei den Vermögens- und Fälschungsdelikte um + 84,4 Prozent auf 533.

Oftmals ist die Asylunter­kunft als Tatort verzeichnet: bei Straftaten gegen das Le­ben in 66,6 Prozent und bei Rohheitsdelikten in 46,7 Prozent der Fälle.