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Nürnberger AfD-Politikerin verzichtet auf Bundestagskandidatur

Nürnberg (dpa/lby) – Nachdem sie in einer parteiinternen Chatgruppe Hitler-Bilder verbreitet hatte, hat die Nürnberger AfD-Politikerin Elena Roon ihre Direktkandidatur für den Bundestag zurückgezogen. Das sagte am Donnerstag der bayerische AfD-Landeschef Petr Bystron. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet. Roon äußerte sich zunächst nicht zu ihrem Rücktritt oder zu dessen Hintergründen. Parteintern sei Roon entlastet worden, sagte Bystron. Eine Untersuchungskommission hatte sich mit dem Fall befasst.

Roon, Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Nürnberg-Süd/Schwabach, hatte im Sommer vergangenen Jahres zwei Hitler-Bilder in einer parteiinternen Chatgruppe gepostet. Sie habe dabei sofort darauf hingewiesen, dass sie sich von den Bildern distanziere, hatte Roon im Februar betont. Sie habe die Bilder lediglich verschickt, um bei einem damaligen Parteifreund zu fragen, wie sie diese zu verstehen habe. Später seien die Bilder von parteiinternen Gegnern bewusst falsch interpretiert und verwendet worden, um ihr zu schaden.

Erst im Dezember hatte sich Roons Kreisverband gegründet – gegen den Widerstand des bis dahin einzigen Verbandes in der Stadt, aber mit Rückendeckung von Bezirks- und Landesvorstand.