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Sabiri trifft weiter für den 1. FC Nürnberg

Nürnberg (dpa/lby) – Abdelhamid Sabiri sorgt beim 1. FC Nürnberg weiter für Freude. Der 20-Jährige rettete den Franken am Freitag beim 1:1 (0:1) gegen Herbstmeister Eintracht Braunschweig mit seinem Ausgleichstreffer einen Punkt. Vor 23 152 Zuschauern glich Sabiri (53. Minute) den Rückstand durch Christoffer Nyman (23. Minute) aus. Für Sabiri war es der dritte Treffer im dritten Spiel der 2. Fußball-Bundesliga. In der Tabelle belegen die Franken den achten Tabellenrang, Braunschweig ist Zweiter.

«Das macht im Moment richtig Spaß mit der Mannschaft. Der Trainer gibt mir die Chance. Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft mit Toren helfen kann», sagte Sabiri.

Trainer Alois Schwartz vertraute wie beim Sieg in Heidenheim wieder der jungen Garde mit dem vor einer Woche zweimal erfolgreichen Sabiri, Patrick Kammerbauer (19 Jahre) und Dennis Lippert (20). Der unter der Woche angeschlagene Lukas Mühl (20) nahm auf der Bank Platz, für ihn rückte Ondrej Petrak zurück ins Team. Der Tscheche hatte zuletzt gelb-gesperrt gefehlt.

«Wir haben eine junge Mannschaft auf dem Platz, die läuft und kämpft und teilweise guten Fußball spielt», sagte Kevin Möhwald. «Es passte nicht alles, aber wir sind auf einem guten Weg.»

Nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup, den er mit Kamerun gewann, begnügte sich Nürnbergs Offensivkraft Edgar Salli am Freitagabend mit der Zuschauerrolle. Salli sah einen flottes Duell der zwei Altmeister, in dem Braunschweig verdient in Führung ging.

Onel Hernandez setzte sich auf dem linken Flügel stark gegen zwei «Club»-Akteure durch und legte dann perfekt für den mitgelaufenen Nyman auf. Der Schwede, der kurz zuvor mit seinem Versuch noch am Aluminium gescheitert war, verwertete zu seinem sechsten Saisontor.

Danach agierten die aufgewachten Nürnberger entschlossener, Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic rückte in den Blickpunkt. Erst lenkte er einen strammen Schuss von Sabiri über die Latte, den anschließenden Kopfball von Georg Margreitter parierte er ebenfalls (33.). Auch Tobias Kempe fand seinen Meister in Fejzic (42.).

Doch nach der Pause hatte Fejzic das Nachsehen. Sabiri drehte sich fein um seinen Gegenspieler, zog aus knapp 16 Metern ab – und durfte wieder jubeln. Damit ging auch eine Nürnberger Rekordserie weiter, in den vergangenen 41 Liga-Spielen trafen sie mindestens einmal.

Spannend war die Schlussphase, Nürnberg drängte mehr auf den Siegtreffer. Nach einem Freistoß von Möhwald (78.) fehlte nicht viel zum 2:1. Danach konterte Braunschweig und hätte ebenfalls noch gewinnen können. «Wir haben das Minimalziel erreicht», sagte Gäste-Coach Torsten Lieberknecht.