Niederlage für die Damen der DJK Brose Bamberg in der zweiten Damen Basketball Bundesliga-Süd.

 

Gegen die Rhein-Main-Baskets hieß es am Nachmittag 47 zu 50. Jetzt geht es im Halbfinal- Play-Off gegen Würzburg.

Hier der ausführliche Bericht der DJK Brose Bamberg:

 

Für den Heimvorteil zu harmlos im Angriff

19. März 2017 – Die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg haben ihr letztes Hauptrundenspiel in der 2. Planet Photo DBBL Süd verloren und damit den Heimvorteil in der ersten Runde der Playoffs verpasst. Einen Tag nach der Niederlage des direkten Konkurrenten und Halbfinalgegners Würzburg (67:73 in Wasserburg) unterlag die Mannschaft des Trainerduos Ulf Schabacker und Jessica Miller den Rhein-Main Baskets mit 47:50 (23:19). Drei Sekunden vor Schluss verhinderte Pia Dietrich mit einem Dreier aus sieben Metern einen erneuten Platztausch der beiden fränkischen Vertreter.

Die weiterführenden Spiele beginnen für die DJK-Damen demnach am nächsten Wochenende auswärts, ehe es voraussichtlich am Samstag, den 01. April, um 15.30 Uhr zur zweiten Begegnung der “best-of-three“-Serie in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle kommt. Ein entscheidendes drittes Duell würde dann wieder in der Würzburger Feggrube stattfinden. Woran die Bambergerinnen arbeiten müssen, um sowohl dort als auch vor eigenem Publikum zu bestehen, offenbarte die Partie in Langen am späten Sonntagnachmittag. „Wir haben nach sechs Minuten quasi aufgehört, Basketball zu spielen“, fasste Ulf Schabacker kurz und bündig zusammen, was seine Assistentin und ihn nach Spielende umtrieb und in der Vorbereitung auf die Playoffs noch intensiver beschäftigen wird. „Wir standen hinten gut, haben vorne attackiert, unsere Chancen bekommen und genutzt. Je länger das Spiel dann gedauert hat, desto mehr hat sich gezeigt, dass wir offensiv einfach noch nicht so weit sind und teilweise Probleme haben, Situationen zu lesen. Mit der richtigen Mentalität oder unbedingtem Willen kann man solche Schwierigkeiten kaschieren. Beides hat mir heute leider streckenweise auch ein bisschen gefehlt“, monierte der DJK-Headcoach.

Aber auch die personellen Voraussetzungen waren nicht optimal: Durch das Fehlen von Kapitänin Liisi Sokman, die aufgrund eines Trauerfalls am Samstagmorgen nach Estland flog, änderte sich auch die Rotation der Brose-Korbjägerinnen. Auf den jungen Schultern von Julia Förner lastete noch mehr Verantwortung im Spielaufbau, und auch Magdalena Landwehr musste deutlich mehr Minuten auf den Flügel ausweichen als gewohnt. Die Youngsters Franziska Hager sowie erstmals nach ihrer Schulterverletzung Marie Ulshöfer ergänzten zwar den Kader, auf den großen Positionen blieben für Svenja Zeis und Victoria Waldner aber nur wenig Pausen. So gerieten die DJKlerinnen nach ihrem 13:2-Start zunehmend in offensive Nöte. „Wenn wir in Auszeiten klare Ansagen machen, welches System wir spielen wollen, aber rausgehen und ein System laufen, welches wir explizit nicht wollten, und dann prompt noch den Ball verlieren, bin ich schon ein bisschen sprachlos. Wir müssen lernen“, forderte Schabacker.

Fehlende Rotationen oder Hilfen in der Verteidigung taten ihr Übriges gegen ebenfalls nicht zwingend überzeugende, in den entscheidenden Sequenzen aber wachere Rhein-Main Baskets. Dietrichs eingangs beschriebener Dreier bescherte diesen letztlich nach einer ebenso punktarmen wie an Höhepunkten überschaubaren Partie den glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg in der Georg-Sehring-Halle. Wenngleich die für den Einzug in die Playoffs nötige Schützenhilfe aus Mainz ausblieb, feierten die Hessinnen mit ihren Anhängern bei Sekt einen erfolgreichen Abschluss, während die Bambergerinnen unverrichteter Dinge vom Feld gingen. Bis zum ersten Playoff-Derby in Würzburg gilt es nun, die richtigen Lehren zu ziehen und an den notwendigen Stellschrauben zu drehen, wenn es für die Schabacker-Schützlinge in der entscheidenden Saisonphase nicht nur Selters sein soll.

Rhein-Main Baskets: Dietrich (16), Laborn (11), Stupar (8), Wilmes (7), Ripper (6), Wotzlaw (2), Schlaefcke, Weyell
DJK Brose Bamberg: Förner (16), Zeis (11), Landwehr (6), Waldner (6), Hesselbarth (4), Perv (4), Furman, Hager, Ulshöfer