© Frank Leonhardt

Neue Werke von Anselm Kiefer in der Pinakothek der Moderne

München (dpa/lby) – Fünf Werke des deutschen Künstlers Anselm Kiefer sind in der Münchner Pinakothek der Moderne zum ersten Mal öffentlich zu sehen. «Wir dürfen heute einen Meilenstein für die Sammlung Moderne Kunst der Staatsgemäldesammlungen feiern», sagte Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) am Dienstag anlässlich der Eröffnung der Sammlung in München. Ab Mittwoch sind die neuen Werke in einem eigens eingerichteten Künstlerraum zu sehen.

Dabei handelt es sich um das Gemälde «Der Sand aus den Urnen» (2009), die zwei Wandbilder «OCCUPATIONS» (1969/2011) sowie die zwei Vitrinen «Die 12 Stämme» (2010) und «Morgenthau» (2016). Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben die Kunstwerke mit der Michael-und-Eleonore-Stoffel-Stiftung direkt aus Kiefers Atelier gekauft.

Kiefers Werke, die oft gigantische Dimensionen annehmen, thematisieren häufig die deutsche Vergangenheit, vor allem den Nationalsozialismus. Minister Spaenle würdigte das Werk des 72-Jährigen als wichtigen Baustein zum Verständnis und der Auseinandersetzung mit dieser Zeit.