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Naturschutz-Trio und Technik-Pioniere erhalten Umweltpreis

Osnabrück (dpa) – Der Deutsche Umweltpreis 2017 geht an drei Naturschützer sowie die Unternehmer Bernhard und Johannes Oswald aus Bayern. Für ihre Beiträge zu Umweltschutz und Energieeffizienz erhalten sie die mit jeweils 245 000 Euro verbundene Auszeichnung, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Dienstag in Osnabrück mitteilte.

Der stellvertretende DBU-Generalsekretär Werner Wahmhoff würdigte die Naturschützerin Inge Sielmann, den BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger und den Geoökologen Kai Frobel für ihre Arbeit für das «Grüne Band». Die drei hätten den 50 bis 200 Meter breiten Geländestreifen entlang der früheren innerdeutschen Grenze mit ihrem Engagement maßgeblich für die Natur gesichert.

Als Technologie-Trendsetter haben sich laut DBU Bernhard Oswald und sein Sohn Johannes mit ihrem Unternehmen im bayerischen Miltenberg erwiesen. Ihre Elektromotoren ohne Getriebe hätten die Energieeffizienz und Produktivität von Anlagen wie industriellen Zerkleinerern und Pressen deutlich erhöht.

Der im August verstorbene frühere Außenminister der Marshall-Inseln, Tony de Brum, werde posthum mit dem Ehrenpreis und 10 000 Euro für sein Engagement im Klimaschutz ausgezeichnet, hieß es weiter. Er habe maßgeblich zum Erfolg der Klimaverhandlungen in Paris beigetragen.

Den nach DBU-Angaben höchstdotierten Umweltpreis Europas soll Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 29. Oktober in Braunschweig übergeben.