© Karl-Josef Hildenbrand

Nationalpark-Frage: «Dialog fortsetzen»

Aschaffenburg (dpa/lby) – Der unterfränkische Spessart hat weiter gute Chancen, Bayerns dritten Nationalpark zu bekommen. «Wir haben uns verständigt, dass wir den Dialog fortsetzen wollen», sagte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) nach einem Treffen mit Landräten und Bürgermeistern aus der Region am Freitag. Sie sei «sehr zufrieden mit dem Verlauf des Gesprächs». Die Landräte äußerten sich ähnlich. Entscheidend sei jedoch die Akzeptanz der Bevölkerung, sagte der Aschaffenburger Landrat Ulrich Reuter (CSU).

Vor allem Nationalparkgegner demonstrierten vor dem Aschaffenburger Landratsamt, in dem das Treffen stattfand. Nach Polizeiangaben gingen die Gegner mit zeitweise 500 Menschen auf die Straße. Unter ihnen waren vor allem Vertreter der Holzindustrie. Zugleich demonstrierten 150 Menschen für einen Nationalpark. Beide Kundgebungen seien friedlich verlaufen, es habe keine Störungen oder Straftaten gegeben, sagte eine Polizeisprecherin.

Eine Studie solle nun klären, wie sehr der Spessart geeignet sei, sagte Scharf weiter. Zugleich würden weiter Gespräche mit den anderen Kandidaten-Regionen geführt. Im Gespräch sind außerdem die Rhön sowie zwei Landkreise an der Donau. Der endgültige Ort soll bis zur Landtagswahl im kommenden Jahr gefunden werden: «Es wäre schön», wenn sich bis dahin eine Region heraus kristallisiere, sagte Scharf.