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Landarztmangel: Bayern zahlt Medizinstudenten das Doppelte

München (dpa/lby) – Mehr Geld für künftige Landärzte: Ab dem 1. Februar bekommen Medizinstudenten vom bayerischen Gesundheitsministerium monatlich 600 statt wie bisher 300 Euro, wenn sie ihren Beruf nach dem Studium auf dem Land ausüben. Damit will das Ministerium den Landarztmangel bekämpfen, wie die Behörde am Sonntag mitteilte. Das Stipendium erhalten angehende Mediziner, die sich nach der Uni auf dem Land zum Facharzt ausbilden lassen und danach noch mindestens fünf Jahre dort arbeiten. Laut Ministerin Melanie Huml (CSU) gibt es bisher 117 Stipendiaten.

Das Programm ist eine von drei Maßnahmen des Freistaats gegen den Landarztmangel. Derzeit erhalten Haus- und Fachärzte finanzielle Unterstützung, wenn sie sich auf dem Land niederlassen. Ab dem Wintersemester 2018/2019 soll zudem eine Landarztquote eingeführt werden, die bis zu fünf Prozent aller Studienplätze für Studenten sichert, die sich zur Arbeit in unterversorgten Gegenden verpflichten.

Für das Förderprogramm stehen dem Gesundheitsministerium für die Jahre 2017 und 2018 laut eigenen Angaben insgesamt elf Millionen Euro zur Verfügung.