Kreuzigungsgruppe in Bamberg wird „Opfer“ des Unwetters.

Normalerweise wird das Bamberger Stadtgebiet von schweren Unwettern meistens verschont. So auch gestern Abend, als eine Gewitterfront mit Starkregen und Sturmböen über die Region hinweg zog. In der gesamten Stadt stürzte nur ein Baum rum – doch der hatte immense Folgen.

 

Denn Teile des Baumes kippten auf die Jahrhunderte alte Statur „Kreuzigungsgruppe“, an der Jahr für Jahr hunderttausende Touristen auf dem Weg über die Obere Brücke vorbeigehen. Der Baum traf das Bildnis der Maria und zerstörte es. In voller Länge wurde dieses abgebrochen und fiel zu Boden. Teile des Stammes lehnten im Anschluss an der Brücke und lösten einen komplizierten Feuerwehreinsatz aus. Vorsichtig über eine Drehleiter versuchten die Einsatzkräfte das Holz zu entfernen, ohne das Denkmal weiter zu beschädigen. Da sie so aber nur den oberen Teil abtragen konnten, der Stamm selbst aber zu schwer war, rückten weitere Feuerwehrleute mit einem Boot an. Über eine kleine Vorinsel, die sich in der Regnitz befindet, konnten sie den Baum fällen und zur Seite kippen lassen. Hier wurde er dann kleingeschnitten und mittels Kran geborgen.

 

Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Unwetters keine Menschen auf der Oberen Brücke, die als einer der beliebtesten Touristenpunkte in Bamberg gilt.

 

 

 

Fotos: News5/Merzbach