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Köllner bremst Euphorie: Wer kann Kerk ersetzen?

Nürnberg (dpa/lby) – Trainer Michael Köllner bremst beim 1. FC Nürnberg die zunehmende Euphorie nach dem geglückten Start in die 2. Fußball-Bundesliga. Der 47-Jährige sieht vor dem Auswärtsspiel am Samstag (13.00 Uhr) beim noch sieglosen FC Erzgebirge Aue eine kleine Gefahr in den gewachsenen Erwartungen im Umfeld des Vereins. «Eine überzogene Erwartungshaltung ist nicht zielführend», mahnte Köllner am Donnerstag.

Der «Club» ist mit sieben Punkten aus drei Spielen gestartet und zeigte auch zuletzt im Topspiel beim 2:2 gegen Union Berlin eine sehr ansprechende Leistung. «Wer vor einigen Wochen gedacht hätte, dass wir so gut starten und so gegen Berlin auftreten, wäre bestimmt ein kühner Optimist gewesen», sagte Köllner.

Als Euphoriedämpfer wirkte allerdings ohnehin die schwere Verletzung von Offensivspieler Sebastian Kerk. Der Top-Vorbereiter fällt mit einem Achillessehnenriss monatelang aus. Es werde schwierig, diesen Verlust zu kompensieren, bemerkte Köllner.

Wer die Position von Kerk auf dem linken Flügel in Aue übernehmen wird, verriet der Coach zwei Tage vor dem Spiel nicht. Edgar Salli, Cedric Teuchert oder Rurik Gislason gelten als Kandidaten. Gislason plagt sich aktuell aber noch mit einer Schienbeinprellung herum. Der zuletzt wegen muskulärer Probleme fehlende Eduard Löwen ist wieder einsatzfähig.

In Aue, das mit nur einem Punkt gestartet ist, erwartet Köllner eine schwere Aufgabe. «Der Gegner gibt uns Grund, brutal vorsichtig zu sein», mahnte der Nürnberger Trainer. Er und sein Team wollen aber unbedingt mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause gehen.