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Kirchenvertreter: G20-Gipfel soll Weltprobleme angehen

Hamburg (dpa/lby) – Die christlichen Kirchen in Deutschland haben die Teilnehmer des G20-Gipfels dazu aufgefordert, die Probleme in der Welt anzugehen. Die Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, und der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, mahnten am Dienstag, «dass ohne internationale Zusammenarbeit und globale Solidarität die Herausforderungen unserer Gegenwart nicht bestanden werden können». Die Gipfelteilnehmer sollten mutige und weitreichende Maßnahmen zur Lösung der Weltprobleme wie Klimawandel, Armut und gewalttätige Konflikte auf den Weg bringen.

Marx und Bedford-Strohm forderten, das Pariser Klimaabkommen müsse weiterhin Grundlage für internationale und nationale Politik bleiben. Außerdem appellierten sie an die Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels in Hamburg, sie müssten jeder Aufrüstungsideologie widerstehen. «Ohne ein abgestimmtes Agieren der Weltgemeinschaft wird sich das Leiden der Zivilbevölkerung auf lange Frist fortsetzen», schrieben sie mit Blick auf Konflikte im Nahen und Mittleren Osten.

Kritiker des Ende der Woche stattfindenden Gipfels riefen sie dazu auf, «den politischen und gesellschaftlichen Dialog ausschließlich auf gewaltfreiem Weg zu suchen».