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Herrmann: Main-Donau-Kanal hat «sich mehr als gelohnt»

Nürnberg (dpa/lby) – 25 Jahre nach Eröffnung des Main-Donau-Kanals hat Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) eine positive Zwischenbilanz des Projekts gezogen. Es habe «sich mehr als gelohnt», weil der Kanal den Freistaat an das nationale und internationale Wasserstraßennetz anbinde, sagte Herrmann laut einer Mitteilung am Freitag. Der Wasserlauf sei ein «echter Jobmotor», von dem vor allem die Häfen Bamberg, Forchheim, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Roth, Mühlhausen, Dietfurt, Riedenburg und Kehlheim profitierten. Auch der Tourismus auf dem Kanal und in dessen Umgebung boome, ergänzte Herrmann. Der Kanal besteht seit 25 Jahren.

Durch den rund 170 Kilometer langen Kanal können Güter ohne Umladen etwa vom holländischen Nordseehafen Rotterdam per Binnenschiff bis ins rumänische Konstanza transportiert werden. Im Jubiläumsjahr berichteten Hafenbetreiber und das Nürnberger Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) jedoch von einem sinkenden Frachtaufkommen seit 2013.

Seien zu Spitzenzeiten noch 8,53 Millionen Tonnen Fracht über den Kanal verschifft worden, seien es 2016 noch 4,6 Millionen Tonnen gewesen, sagte WSA-Leiter Guido Zander im Sommer. Grund sei ein niedriger Wasserstand auf Rhein und Donau, weswegen Unternehmen beim Transport von Schüttgut vorübergehend auf die Bahn umgestiegen seien. «Erst seit Herbst 2016 läuft es wieder gut», sagte Zander.

Naturschützer hadern zudem bis heute mit den Eingriffen in die Umwelt durch den Main-Donau-Kanal.