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Gelder gesucht für Surfwelle in Nürnberg: «Geiles Projekt»

Nürnberg (dpa/lby) – Seit Jahren träumen Wassersportfreunde in Nürnberg von einer Surfwelle vor der Haustür – nun soll bald der offizielle Startschuss für das Projekt fallen. Der Entwurf der Baugenehmigung für die geplante Welle auf der Pegnitz liege schon vor, mit dem endgültigen Bescheid rechne man binnen Wochen, sagte Roland Amon vom Verein «Dauerwelle», dem Initiator des Vorhabens, am Donnerstag am Wunschstandort im Westen der Stadt. Damit trete das Projekt in die nächste Phase: Gelder müssen her.

Die Kosten für die Surfwelle beziffert «Dauerwelle» auf 500 000 bis 700 000 Euro. 250 000 Euro habe der Freistaat Bayern schon zugesagt. Neben Hilfe aus der öffentlichen Hand setzt der Verein auf Sponsoren und internationales Crowdfunding, also auf ein Finanzierungsmodell mit Kleinstspenden.

Nach den Plänen von Dauerwelle soll an der Pegnitz ein etwa 61 Meter langer Wellenkanal entstehen, in dem eine hydraulisch betriebene Vorrichtung eine stehende Welle zum Surfen erzeugt. Im Uferbereich soll es zudem Erholungs- und Freizeitflächen geben. Als Vorbild für das Projekt diene die Münchner Eisbachwelle, die inzwischen zu den Hauptattraktionen der Landeshauptstadt gehöre, sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) am geplanten Standort. Er finde aber, dass auch die Franken «Wellen machen» könnten. Von dem Projekt erhoffe er sich zudem einen Imagegewinn für Nürnberg. «Das ist ein geiles Projekt», erklärte Söder.