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Freie Wähler fordern mehr Schulsport und Schwimmunterricht

München (dpa/lby) – Die Freien Wähler (FW) haben im Landtag die Einführung einer dritten Sportstunde in der ersten Klasse und mehr Schwimmunterricht in der Grundschule gefordert. «Viele können gar nicht mehr den Purzelbaum vorwärts und rückwärts schlagen», sagte der bildungspolitische Sprecher der FW-Landtagsfraktion, Michael Piazolo, am Donnerstag in München. Gerade der Übergang in die Schulzeit, «vom Spielkind zum Sitzkind», sei entscheidend. «Wenn man genau in diesem Übergang am wenigsten Sportunterricht in der Grundschule hat, dann läuft da etwas schief.»

Nach Ansicht Piazolos sollte es zudem das Ziel sein, dass bis zur sechsten Klasse alle Schüler das Jugendschwimmabzeichen Bronze machen. «Da geht es nicht nur um Bewegung, sondern da geht es auch um eine Fähigkeit, die das eigene Leben rettet», sagte er. Auch Vertreter von Grünen und SPD sprachen sich für mehr Bewegung im Schulalltag aus.

Der zuständige Staatssekretär Georg Eisenreich (CSU) verwies auf die «Dimension der bildungspolitischen Gesamtaufgabe», die riesig sei und bereits Investitionen in vielen Bereichen nötig mache. «Wir haben uns in den vergangenen Jahren wirklich bemüht, den Schulen je nach den vor Ort gegebenen Rahmenbedingungen Möglichkeiten zur Aufwertung des Sportangebots an die Hand zu geben», sagte Eisenreich (CSU). Bei der Frage nach einer weiteren Sportstunde müsse man auch die Gesamtstundenzahl beachten.