Forchheim – Giftköder ausgebracht

 

Nachdem unbekannte Täter im Forchheimer Kellerwald Ende September/Anfang Oktober Giftköder ausgelegt haben, steht jetzt fest: es war frei verkäufliches Rattengift, so die Polizei Forchheim in einer aktuellen Mitteilung. Die Täter haben das Gift in Hackfleischbällchen und Bockwürsten versteckt. Der Hersteller des Stoffes ist bestimmt. Drei Geschäfte in Forchheim beliefert er. Die Substanz hemmt die Blutgerinnung bei Tieren – die für Ratten vorgesehene Menge wirkt bei Hunden nicht tödlich. Aber: wenn Sie bei Ihrem Hund Erbrechen, Durchfall oder starken Speichelfluss bemerken, müssen Sie zum Tierarzt gehen. Die Polizei fahndet weiter nach dem Täter.

 

Hier die Pressemeldung der Forchheimer Polizei:

Forchheim – Giftköder ausgebracht

 

Im Zeitraum von Freitag, 22.09.2017 bis Samstag, 07.10.2017, wurden im Bereich des Kellerwaldes und des John-F.-Kennedy-Rings mehrere Giftköder aufgefunden.

Zum Teil waren blaue Körner lose ausgebracht worden, in anderen Fällen waren Hackfleischbällchen und Bockwürste mit einer blauen Paste versehen worden.

In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt Forchheim wurde die Substanz bestimmt. Es handelt sich um frei verkäufliches Rattengift, welches die Blutgerinnung bei Tieren hemmt. Zwar ist die für Ratten vorgesehene Menge für Hunde nicht tödlich, dennoch sollten Hundebesitzer, deren Hunde Anzeichen von Erbrechen, Durchfall oder starkem Speichelfluß sowie übermäßigem Hecheln aufweisen, nachdem sie im Freien etwas gefressen haben, vorsorglich einen Tierarzt aufsuchen, der gegebenenfalls ein Gegenmittel verabreichen kann.

Mittlerweile konnte auch der Hersteller des Produktes, der in Forchheim drei Ladengeschäfte beliefert, bestimmt werden.

Die Ermittlungen hinsichtlich der Käufer dauern derzeit noch an.

Um eine Aufnahme solcher Köder zu verhindern, empfehlen wir, Ihren Hund im Freien anzuleinen. Neigt ihr Hund dazu, alles Fremde und Unbekannte aufzunehmen und zu fressen, kann ein Maulkorb dem entgegenwirken.

 

Auch in Hausen und Wimmelbach wurden im genannten Zeitraum weitere Fälle bekannt. Die Ermittlungen ergaben allerdings, daß das dort verwendete Rattengift unsachgemäß und nicht mit Zielrichtung „Hund“ ausgelegt wurde. Ein Zusammenhang mit den Forchheimer Fällen besteht nach Einschätzung der Polizei nicht.

 

Leider legen Hundefeinde immer wieder mit Gift oder gefährlichen Gegenständen präparierte Gegenstände aus, um den Tieren zu schaden.

 

Hinweise zu Fundorten und zu Personen, die sich auf „Gassi-Strecken“ verdächtig verhalten, nimmt die Polizei Forchheim unter Tel.: 09191/7090-0 entgegen.