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Erzbischof: Schweigen und Zuhören gegen alternative Fakten

Bamberg (dpa/lby) – Am Palmsonntag hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zu mehr Nachdenklichkeit aufgerufen. «Wenn wir erst gut zuhören, überlegen und prüfen und danach erst sprechen, werden Unwahrheiten und Halbwahrheiten, alternative Fakten und Fake-News weniger», sagte der Erzbischof laut Homepage des Erzbistums in seiner Predigt im Bamberger Dom. «Unser Leben wird ruhiger, treuer und wahrhaftiger, wenn wir das Ohr vor die Zunge setzen.» Die Karwoche sei geeignet, darüber nachzudenken, dass Schweigen Voraussetzung für gutes Hören ist und jedem Reden echtes Zuhören vorausgehen muss, so der Oberhirte.

Der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx, der auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist, rief in seiner Palmsonntagspredigt zum Frieden in Syrien auf. «Stoppt die Gewalt! Macht dem Krieg ein Ende! Schafft Möglichkeiten, der Bevölkerung zu helfen, sie zu unterstützen und medizinisch zu versorgen», sagte Marx laut vorab veröffentlichten Redeauszügen im Münchner Liebfrauendom.

Mit feierlichen Gottesdiensten und Prozessionen erinnern die Katholiken im Freistaat am Palmsonntag traditionell an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem. Palmzweige und Palmbuschen als Sinnbild des Lebens werden gesegnet und mitgetragen.

Die Palmbuschen, die vor allem am Alpenrand in den Prozessionen mitgetragen werden, bestehen traditionell aus sieben um einen Stock gebundenen und bunt verzierten Ästen und Zweigen. Zuhause stecken die Gläubigen die gesegneten Zweige hinter Kreuze oder Kruzifixe.