Ein Großteil der gestern in Schweinfurt entdeckten Chemikalien haben Experten kontrolliert gesprengt.

Die Polizei teilte mit, bei vier Verdächtigen habe sich der Verdacht erhärtet, dass sie mit den Stoffen in Verbindung stehen könnten, außerdem ist klar, dass es möglich gewesen wäre, mit den Chemikalien Bomben
herzustellen. Es gebe aber keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund. Die Chemikalien wurden gestern in einer sozialen Einrichtung am Stadtrand entdeckt.

Foto: News5/Merzbach

Hier eine weitere Meldung:

Der Chemikalien-Fund in einer Schweinfurter Obdachlosenunterkunft zieht immer weitere Kreise. Die Chemikalien haben Experten mittlerweile kontrolliert gesprengt. Am Nachmittag hat die Polizei außerdem vier Personen festgenommen.

 

Es handelt sich um drei Männer und eine Frau. Die Frau st aber offenbar keine Verdächtige, sondern Zeugin. Sie haben alle die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Polizei hatte die Chemikalien im Rahmen einer Zwangsräumung in mehreren Wohnungen und Stockwerken einer Unterkunft gefunden. Sie seien wohl grundsätzlich dazu geeignet gewesen, Rohrbomben herzustellen. Allerdings seien die Chemikalien noch nicht vermischt gewesen, daher habe keine Gefahr bestanden. Nun müssen die Ermittler vor allem die Hintergründe klären.  Noch immer können rund 100 Menschen nicht zurück in ihre Wohnungen. Sie leben derzeit in einer Notunterkunft.

 

Hier der Bericht der Polizei in Unterfranken:

 

Nach Chemikalienfund – Vier Tatverdächtige festgenommen

 

Schweinfurt. Nach dem Chemikalienfund in der Schweinfurter Wohnunterkunft wurden drei Männer und eine Frau, jeweils mit deutscher Staatsangehörigkeit, vorläufig festgenommen. Bei drei dieser Personen hatte sich im Zuge der folgenden Ermittlungen der Verdacht erhärtet, dass sie mit den aufgefundenen Stoffen in Verbindung stehen könnten.

 

Im Rahmen einer ersten Begutachtung wurde festgestellt, dass die aufgefundenen Chemikalien in ihrer Gesamtheit zur Herstellung von Sprengstoff geeignet sind. Eine abschließende Beurteilung hinsichtlich der Gefährlichkeit und einer etwaigen Bestimmung der Stoffe ist Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen. Die aufgefundenen Chemikalien werden zur Stunde durch Experten des Bayerischen Landeskriminalamts untersucht. Sofern eine Transportfähigkeit nicht gegeben ist, werden die Stoffe am Abend oder im Laufe der Nacht aus dem Gebäude gebracht und unschädlich gemacht.

 

In der eingerichteten Notunterkunft werden inzwischen rund 100 Personen betreut, die von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen sind. Bewohner des geräumten Bereichs,  deren Unterbringung bislang noch nicht geregelt ist, können sich jederzeit an die Polizeiinspektion Schweinfurt, Tel. 09721/2020, wenden.