Die Stadt Nürnberg will aus Sorge um ihren guten Ruf eine Wahlveranstaltung der AfD platzen lassen.

Wegen einer angekündigten Rede von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland kündigt die Kommune den Mietvertrag für den Veranstaltungsort.

Das sagte jetzt ein Sprecher der Stadt. Hintergrund ist eine umstrittene Äußerung Gaulands über die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Gauland hatte kürzlich davon gesprochen, sie in der Türkei zu „entsorgen“. Begründet wird die Kündigung mit den Vertragsbedingungen. Darin heißt es, dass die Stadt nach vorheriger Abmahnung und einer angemessenen Frist den Vertrag widerrufen kann – wenn eine Störung der öffentlichen Ordnung oder eine Schädigung des Ansehens der Stadt zu befürchten seien.

Die Stadt hatte die AfD am Freitag aufgefordert, bis heute Mittag  zu versichern, dass Gauland bei der Wahlkampfveranstaltung am Samstag in der Meistersingerhalle nicht sprechen werde. Dem sei die Partei aber nicht nachgekommen.