Die Stadt Bamberg betrauert den Tod von Richard Eichfelder.

Der ehemalige Leiter der Städtischen Musikschule und Begründer der beliebten Bamberger Seniorenkonzerte ist im Alter von 88 Jahren verstorben. „Richard Eichfelder war ein Vollblutmusiker, der sich mit großer Hingabe für das musikalische Leben Bambergs engagiert hat“, würdigte Bürgermeister und Kulturreferent Dr. Christian Lange.

 

Richard Eichfelder war von 1982 bis 1993 Leiter der Städtischen Musikschule, die damals noch Singschule hieß. In dieser Zeit förderte er vor allem den musikalischen Austausch mit Bambergs Partnerstadt Rodez und der „Ecole Nationale de Musique Rodez“. Ab 1988 initiierte er die jährlichen, meist einwöchigen Besuche verschiedenster Ensembles und Musikgruppen in Bamberg und Frankreich. Auch die Städtepartnerschaft mit Feldkirchen und Esztergom begleitete Eichfelder musikalisch. Zahlreiche städtische Veranstaltungen wurden durch seine Mitwirkung oder Organisation der Solisten und Ensembles musikalisch ausgestaltet.

 

Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand blieb der Vollblutmusiker seiner Passion treu. Eichfelder war Ideengeber und Organisator der Bamberger Seniorenkonzerte. Unter dem Motto „Senioren musizieren mit und für Senioren“ initiierte er mit dem damaligen Seniorenbeauftragten Peter Friedrich 1999 das erste Konzert, das in der Folge jährlich gut 1000 Besucher begeisterte. 15 Jahre lang, bis 2014, führte Eichfelder diese Tradition weiter und stellte Jahr für Jahr mit bis zu 200 Aktiven ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Konzertprogramm auf die Beine. 2013 würdigte die Stadt Bamberg seine Verdienste für das kulturelle Leben mit der Bamberger Bürgernadel. Bei der Verleihung stellte Oberbürgermeister Andreas Starke die große Bedeutung der Konzerte so heraus: „Für viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger ist das Seniorenkonzert ein Termin, den sie um nichts in der Welt verpassen wollen.“