Die Baunach Young Pikes können weiter vom Klassenerhalt träumen.

Der Basketball Pro A-Ligist hat gestern Abend deutlich mit 98 zu 76 gegen Bundesliga-Absteiger Phoenix Hagen gewonnen – vor einer Rekordkulisse mit über 1.300 Zuschauern. Um nun doch noch den Verbleib in der Pro A zu schaffen, sind die Baunacher am Karsamstag allerdings auch auf Schützenhilfe angewiesen.

 

 

Pressemitteilung der Baunach Young Pikes:

 

Furiose Baunacher besiegen Phoenix Hagen klar

Die Baunacher Spieler hüpften im Mittelkreis ausgelassen herum, die Zuschauer klatschten dazu rhythmisch im Takt. Partystimmung herrschte bei den über 1300 begeisterten Fans in der fast ausverkauften Stauffenberghalle nach dem letzten Heimspiel der Young Pikes in der 2. Basketball-Liga ProA. Mit dem 98:76-Erfolg gegen den Play-off-Teilnehmer Phoenix Hagen brannten die jungen Hechte abermals ein Offensivfeuerwerk ab und erzielten zum dritten Mal in Folge mehr als 90 Punkte. Trotz des dritten Heimerfolgs hintereinander ist der Klassenerhalt aber immer noch nicht sicher, da auch der Vorletzte Ehingen am Samstag gewann. Somit wird die Abstiegsfrage erst am letzten Spieltag beantwortet.

„Die Jungs haben einen unglaublichen Willen. Sie möchten den Klassenerhalt unbedingt schaffen. Daher  war das natürlich ein ungemein wichtiger Sieg“, freute sich der Baunacher Trainer Mario Dugandzic über die erneute Energieleistung, die sein Team im Saisonendspurt an den Tag gelegt hatte.  Nach einem Offensivspektakel in der ersten Halbzeit (51:55), in der beide Mannschaften  gute Trefferquoten aufwiesen (Baunach 53 Prozent/Hagen 51), zogen die Hausherren dem ehemaligen Bundesligisten nach der Pause mit einer starken Verteidigungsleistung den Zahn. Sie gestatteten ihren Gästen im dritten  Viertel lediglich 16 und im letzten gar nur noch fünf Punkte.

Im Schlussabschnitt wirkten die „Feuervögel“ regelrecht hilflos und rannten blindlings an, was sich in etlichen Offensivfouls widerspiegelte. „Die Baunacher haben es geschafft, unsere Stärken aus dem Spiel zu nehmen. Sie haben uns unsere physischen Vorteile unter dem Korb weggenommen“, erklärte der Hagener Trainer Kevin Magdowski.

Die Young Pikes spielten sich gegen einen von Minute zu Minute abbauenden Gegner in einen Rausch und zeigten eine starke Teamleistung. Sechs Spieler punkteten zweistellig, darunter Tibor Taras, der wegen Leistenbeschwerden in der ersten Halbzeit nur etwas über eine Minute auf dem Feld gestanden war. Bester Werfer der Gastgeber war Chris Fowler, der 14 seiner 20 Punkte in der ersten Hälfte erzielte. Nach der Pause drückte Louis Olinde (16/9 Rebounds) dem Spiel seinen Stempel auf.

Bei den Gästen traf Dominik Spohr (19) in den ersten 20 Minuten vier Dreier, nach dem Seitenwechsel gelangen ihm nur noch drei Punkte. Auch Alex Herrera (14) bekamen die Baunacher mit zunehmender Spieldauer in den Griff. „Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine sehr gute taktische Disziplin gezeigt und weiter so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten.  Am Ende wurde es dann fast schon zu deutlich, aber das war der Euphorie geschuldet“, sagte Dugandzic.

Mit der gleichen Einstellung wie in den vergangenen drei Spielen ist den Baunachern auch ein Sieg beim Saisonfinale am Samstag (19.30 Uhr)  beim Tabellenneunten  Kirchheim Knights, der noch um die Playoff-Teilnahme kämpft, zuzutrauen. Für den Klassenerhalt sind sie allerdings auf eine Heimniederlage der punktgleichen Ehinger gegen den Rangachten aus Hanau angewiesen, da es ansonsten zu einem Dreiervergleich zwischen Paderborn, Ehingen und Baunach kommen könnte, bei dem die Young Pikes die schlechteste Bilanz hätten.

Baunach Young Pikes: Fowler (20 Punkte/2 Dreier), Olinde (16/1), McDowell-White (13/1), Wolf (13/1), Edigin (13), Taras (11/1), Gomila (4), Keppeler (3/1), Bruhnke (3/1), Drell (2), Nicklaus /

Phoenix Hagen: Spohr (19/5), Herrera (14), Aminu (12/2), Brooks (11/2), Grof (7/1), Lodders (5/1), Godbold (4), Hollersbacher (2), Baumann (2), Günther, Bredt, Fouhy  / Zuschauer: 1320