Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte den Abschiebebescheid gegen den jungen Afghanen in Nürnberg kritisiert – jetzt hat sich die Regierung von Mittelfranken geäußert.

Es habe keine Entscheidungsfehler gegeben, heißt es. Die Behörden haben den Bescheid nicht per Post zugestellt, sondern beim Abschiebeversuch am letzten Mittwoch. Das sei deshalb so gemacht worden, weil sich erfahrungsgemäß ausreisepflichtige Ausländer dem Zugriff der Ausländerbehörden entziehen. Sprich: Die Personen könnten untertauchen. Der 21-Jährige hätte außerdem laut Regierung am Tag der Abschiebung einen entsprechenden Antrag auf ein Aufschiebe-Verfahren stellen können

Als die Polizei den jungen Afghanen abschieben wollte, ist es vergangene Woche in Nürnberg zu Protesten gekommen.