Brose Bamberg unterliegt Berlin!

In der Basketballbundesliga läuft es weiter alles andere als rund für Brose Bamberg. Der deutsche Meister musste gestern bei Alba Berlin ein 75 zu 81 Niederlage einstecken. Die Bamberger stehen im Moment auf Platz 8 der Tabelle. Das nächste Mal gefordert ist Brose Bamberg am Freitag beim Euroleague Auswärtsspiel gegen Fenerbahce Istanbul.

 

Brose Bamberg unterliegt in Berlin

 

Brose Bamberg musste sich am 20. Spieltag der easyCredit BBL mit 75:81 bei ALBA BERLIN geschlagen geben. Vor allem im dritten Viertel hatte der deutsche Meister große Probleme mit der Berliner Offensive. Zudem erlaubte er sich insgesamt 19 Ballverluste. Zu viel, um an diesem Nachmittag vor 11.431 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena zu bestehen. Zwar kam Brose im Schlussviertel nochmals auf drei Punkte ran, es reichte jedoch nicht mehr. Bester Bamberger-Werfer war Dorell Wright mit 17 Punkten.

Ilias Kantzouris: „Wir kamen weniger als 41 Stunden nach einem harten EuroLeague-Spiel hierher und wussten, dass ALBA in dieser Saison sehr guten Teambasketball spielt. Sie bewegen den Ball sehr gut und spielen mit viel Energie und Einsatz. Wir wollten im Spiel bleiben und dann irgendwann einen entscheidenden Run machen. Aber am Anfang hatten wir große Probleme mit unseren Ballverlusten und auch in „Lose-Ball-Situationen“ und in der Bewegung abseits des Balls waren wir nicht gut. Am Ende des dritten Viertels ist es uns mit einigen offensiven Plays gelungen, wieder Zuversicht zu gewinnen und wir konnten den Rhythmus des Spiels nochmal verändern und zurück zu kommen. Am Schluss haben dann nur noch Kleinigkeiten über den Sieg entschieden.“

Es war von Beginn an eine enge Kiste. Berlin schoss sich durch einen Grigonis-Dreier Mitte des Viertels eine Sechs-Punkte-Führung heraus (5:11, 5.). Ein folgender 8:0-Lauf von Brose holte jedoch die erstmalige Führung auf Seite der Gäste (13:11, 7.). Bis Ende des ersten Abschnitts wechselte der Vorsprung noch dreimal, ehe es mit 19:20 in die erste Viertelpause ging. Bereits hier auffällig: beide Mannschaften warfen häufig den Ball weg, produzierten so viele Ballverluste. Berlin vier, Bamberg sechs.

Im zweiten Viertel war es von beiden Teams eine zähe Angelegenheit, mit weiteren zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Berlin fand als erste Mannschaft einigermaßen den Rhythmus (23:29, 16.). Aber Brose ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. War es im ersten Viertel Wright mit acht Punkten, der den deutschen Meister auf Kurs hielt, gelang dies im zweiten Abschnitt Dejan Musli. Zur Pause lag Brose dennoch mit fünf Punkten zurück: 31:36. Mitverantwortlich, die bereits angesprochenen Ballverluste. Insgesamt 13 Mal verlor Bamberg in der ersten Halbzeit den Ball.

Das dritte Viertel war dann wieder eines mit mehr Tiefen als Höhen für Brose Bamberg. Berlin kam engagierter aus der Kabine und stellte nach knapp 24 Minuten seine Führung erstmals in den zweistelligen Bereich: 37:48. Vor allem defensiv fand Brose gegen Siva und Sikma kaum Lösungen. Zwischenzeitlich betrug der Bamberger Rückstand 16 Punkte (44:60, 28.). 14 waren es noch vor dem Schlussabschnitt: 51:64.

Dort erwischte Brose den besseren Beginn: Dreier von Lô und Staiger, dazu Musli sorgten für einen 8:0-Lauf. (59:65, 33.). Bis Mitte des Viertels trafen Grigonis und Giffey für Berlin, Staiger den nächsten Dreier für Bamberg: 62:69. Und wiederum Broses Nummer acht war es, der kurz darauf ein Vier-Punkt-Spiel erfolgreich abschließen konnte. Der deutsche Meister war viereinhalb Minuten vor Schluss wieder im Spiel (66:69, 36.). Am Ende half es aber nicht, da Peyton Siva nach wie vor nicht zu stoppen war und zwei Dreier in der Schlussphase für Berlin versenkte.

Brose Bamberg:
Hackett 5, Hickman 7, Wright 17, Zisis 11, Staiger 10, Lô 5, Olinde, Edigin dnp, Rubit 7, Heckmann 4, Musli 9