Brose Bamberg ist mit einer knappen Niederlage in die neue Saison der Basketball Bundesliga gestartet.

Das Team von Trainer Andrea Trinchieri musste sich in einer spannenden Partie bei s.Oliver Würzburg am Ende mit 73 zu 76 geschlagen geben. Weiter geht es für Bamberg schon am „Tag der Deutschen Einheit“, am Dienstag, um 15 Uhr in der heimischen Brose Arena gegen die Gießen 46ers. Auch diese Partie überträgt Radio Bamberg wieder live.

 

Hier der Pressebericht von Brose Bamberg:

 

Brose Bamberg musste zum Auftakt der easyCredit BBL-Saison 2017/2018 eine 73:76-Niederlage bei s.Oliver Würzburg hinnehmen. Dabei lag der deutsche Meister, der aufgrund der Ausländerbeschränkung auf Hickman und Mitrovic verzichtete, Mitte des dritten Viertels bereits mit zehn Zählern zurück (45:55, 25.). Zwar kämpfte sich Brose nochmals ran (73:74, 39.), allerdings versagten in den entscheidenden Momenten die Nerven an der Freiwurflinie (16 Treffer bei 25 Versuchen). Bester Bamberger Werfer war Maodo Lô mit 16 Punkten.

Andrea Trinchieri: „Glückwunsch an Würzburg. Es war ein tolles Spiel mit viel Energie von ihnen. Wir hatten in der gesamten Partie Probleme, konnten dann aber im vierten Viertel noch einmal zurück kommen. Dann haben wir falsche Entscheidungen getroffen und konnten den Job nicht beenden. Wir haben vor allem gegen Robin Benzing nicht gut verteidigt, aber es ist auch schwierig gegen eine Mannschaft, die fünf gute Distanzwerfer auf dem Feld hat. Es war ein schwieriges Auswärtsspiel, unsere Mannschaft ist noch nicht bereit. Trotzdem hätten wir das am Ende besser machen müssen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“

Es war ein zäher Auftakt beider Teams in die neue Spielzeit. Ganze zwei Minuten dauerte es, ehe Daniel Hackett die ersten Punkte erzielen konnte. Die Folgeminuten gehörten Brose (10:5, 5.). Danach allerdings kam Würzburg besser ins Laufen. Vor allem Loncar und Benzing bekamen die Gäste nicht in den Griff. Hoffmann war es dann, der die Hausherren erstmals in Führung brachte (16:18, 8.). Bis zum Viertelende trafen aber Zisis und Nikolic für Bamberg: 20:18.

Das zweite Viertel dann eines der Kategorie: schnell abhaken. Offensiv gelang Brose wenig, defensiv standen die Mannen von Andrea Trinchieri oftmals zu weit von ihren Gegenspielern weg und ermöglichten Würzburg so einfache Punkte. Die Unterfranken nutzten das aus und zogen bis Mitte des Viertels auf sechs Punkte davon (26:32, 15.). Ein Gaddy-Dreier brachte beim Stand von 35:42 den bis dato größten Bamberger Rückstand. Der hatte auch zur Pause noch Bestand: 39:46.

Die Halbzeitansprache von Trinchieri brachte nur kurz etwas, Würzburg weiterhin dominant: nach wie vor waren es immer wieder Kresimir Loncar (er am Ende mit 20 Punkten) und Neuzugang Robin Benzing (Topscorer mit 23 Zählern), die Brose einschenkten. Der Nationalmannschaftskapitän war es denn auch, der Mitte des Abschnitts Brose erstmals zweistellig in Rückstand brachte: 45:55. Neun Punkte betrug der noch vor den letzten zehn Minuten: 55:64.

Die Schlussoffensive wurde von einem Hackett-Dreier eingeläutet, Lô legte zwei Freiwürfe nach (60:64, 32.). Das Momentum schien sich nach einem weiteren AND1 von Maodo Lô endgültig zugunsten Broses zu drehen, allerdings verpassten es die Bamberger in den kommenden Angriffen jeweils zu punkten. Ein Dreier von Maurice Stuckey und zwei Freiwürfe von Loncar bescherten Würzburg wieder Oberwasser (63:72, 35.). Brose aber zeigte Moral: Hackett, Miller und Radosevic verkürzten den Rückstand 28 Sekunden vor Schluss auf nur noch zwei Punkte: 70:72. Benzing traf Freiwürfe, Staiger den Dreier: 73:74, 16 Sekunden noch auf der Uhr. Wieder Benzing an der Linie, wieder sicher verwandelt: 73:76. Der letzte Angriff war bei Brose, aber der Dreierversuch von Hackett verfehlte sein Ziel.

Brose Bamberg:
Hackett 13, Miller 4, Zisis 4, Nikolic 5, Staiger 3, Lô 16, Edigin dnp, Harris 2, Rubit 6, Heckmann, Radosevic 10, Taylor 10